Die Gewerkschaft der Ryanair-Flugbegleiter kündigte am Mittwoch Arbeitsniederlegungen an zehn Tagen im September an.

Foto: REUTERS/Ints Kalnins

Dublin/Madrid – Der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair droht ein Streik in Spanien. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter kündigte am Mittwoch Arbeitsniederlegungen an zehn Tagen im September an, wenn Ryanair an seinen Plänen festhält, mehrere Basen in dem Land zu schließen.

Ein Sprecher der Gewerkschaft SITCPLA erklärte, man sei offen für eine Mediation mithilfe der spanischen Arbeitsagentur Sima. "Wir zweifeln jedoch sehr an der Bereitschaft von Ryanair, eine Einigung zu erzielen." Ryanair äußerte sich dazu zunächst nicht. Gewerkschaften in Großbritannien, Irland und Portugal haben bereits zu Streiks bei der Airline aufgerufen. Ryanair hatte Ende Juli einen Personalabbau angekündigt.

Schließung mehrerer Stützpunkte geplant

Nach Informationen der spanischen Zeitung "El Pais" droht Ryanair mit der Schließung der Stützpunkte Las Palmas, Teneriffa Süd und Girona. In Spanien argumentiert Ryanair – wie auch an anderen Standorten – mit den Folgen des Flugverbots für Boeings Mittelstreckenflugzeug 737 Max, steigenden Arbeitskosten und teurem Kerosin, was schon im abgelaufenen Quartal den Konzerngewinn hatte einbrechen lassen.

In Österreich, wo Ryanair die Fluggesellschaft Laudamotion besitzt, sind seit Montag Kampfmaßnahmen vorerst vom Tisch. In strittigen Dienstrechtsfragen wurde eine Einigung erzielt, damit sind aktuell auch angedrohte Kündigungen von Lauda-Crews kein Thema mehr. (APA, 14.8.2019)