Die deutsche Justizministerin Christine Lambrecht übt Kritik an der Mobilfunkbranche.

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Die deutsche Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) will die Dauer von Handyverträgen von 24 Monaten auf ein Jahr begrenzen. "Lange Vertragslaufzeiten und in den AGB versteckte automatische Einjahresverlängerungen sind ärgerlich und teuer", sagte Lambrecht der "Bild" vom Donnerstag. "Betrügerische Geschäftsmodelle, undurchsichtige Vertragsstrukturen und kalkulierte Kostenfallen sind leider immer noch an der Tagesordnung."

Laut dem "Bild" vorliegenden Gesetzesentwurf sollen Mobilfunkverträge künftig nur noch für ein Jahr abgeschlossen werden dürfen. Bei verpasster Kündigung soll sich der Vertrag nur noch um drei Monate statt um ein Jahr verlängern. Das gelte auch für Verträge mit Fitnessstudios.

Schutz

Mehr Schutz solle es künftig auch vor dubiosen Werbeanrufen zum Wechsel des Strom- oder Gasanbieters geben, heißt es. Um Betrug zu vermeiden, sollen Kunden telefonisch vereinbarte Verträge dann schriftlich bestätigen müssen. Im vergangenen Jahr waren laut Ministerium mehr als 220.000 Deutsche nach einem telefonischen Anbieterwechsel unzufrieden. Zudem sollen Firmen künftig besser dokumentieren und nachweisen müssen, dass die Einwilligung des Angerufenen vorliegt. (Reuters, 16.8.2019)