Immer mehr britische Jugendliche brauchen eine Brille. Experten sehen die Schuld bei der gesteigerten Bildschirmzeit. Allerdings sehen sie auch einen Bedarf an Langzeituntersuchungen.

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Leiden immer mehr Jugendliche und Kinder an Kurzsichtigkeit aufgrund der vermehrten Bildschirmnutzung? Laut Experten ist dies der Fall. In einer Studie von OnePoll, die von der britischen Optikerkette Scrivens in Auftrag gegeben wurde, hat sich die Zahl der kurzsichtigen 13- bis 16-Jährigen seit 2012 fast verdoppelt. Bei 35 Prozent muss mittlerweile eine Sehschwäche korrigiert werden. 2012 waren es noch 20 Prozent.

26 Stunden pro Woche vorm Kastl

Die Forscher sind sich einig, dass der starke Anstieg auf die intensive Nutzung von Bildschirmen zurückzuführen ist. Ein stundenlanger Blick auf verschiedene Displays kann zu Übermüdung und Kurzsichtigkeit führen. 26 Stunden pro Woche soll die untersuchte Gruppe mittlerweile vor Bildschirmen verbringen. Allerdings sehen die Optiker von Scrivens auch einen Bedarf an einer Langzeituntersuchung.

Kinder nicht mehr wegzukriegen

Die Untersuchung ergab ferner, dass Eltern mittlerweile ziemliche Probleme haben, ihre Kinder von einem Display wegzubekommen. 73 Prozent der 3000 befragten Erziehungsberechtigten bezeichneten dies als "Herausforderung". Hersteller haben deswegen bereits angefangen, bei mobilen Betriebssystemen oder der Konsole ein gewisses Zeitlimit für die Nutzung einzuführen, das von den Eltern bestimmt werden kann. (red, 18.8.2019)