Nvidia-CEO Jensen Huang ist ein großer Verfechter von Raytracing.

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Nvidia hat sich voll und ganz der Lichttechnologie Raytracing verschrieben. Mit ihrer neuen RTX-Grafikkartengeneration will der Hersteller diese massentauglich machen – der hohe Preis und der Mangel an Spielen, die das Feature unterstützen, haben den Durchbruch aber bisher verhindert. Wieso man sich eine Grafikkarte ohne Raytracing kauft, kann Nvidia-CEO Jensen Huang trotzdem nicht ganz verstehen.

Nvidia bietet Grafikkarten auch ohne Raytracing-Hardware

Bei einer Präsentation der Geschäftszahlen sagte Huang, dass es "verrückt" sei, eine neue Grafikkarte für die nächsten zwei, drei oder vier Jahre zu kaufen, die Raytracing nicht unterstützt. Natürlich hat der CEO von Nvidia ein Interesse daran, dass sich die Technologie durchsetzt, allerdings hat der Konzern mit der GTX 1660 Ti, 1660 und 1650 neue Turing-Grafikkarten im Angebot, die keine dedizierte Raytracing-Hardware mit sich bringen.

Unreal Engine

RTX-Karten sollen fast überall ausverkauft sein

Softwareseitig wird die Technologie zwar auch von GTX-Karten der Turing- und Pascal-Architektur unterstützt, allerdings ist die Performance mit RTX-Produkten absolut nicht vergleichbar. Die neue Generation soll sich laut Huang auch "super" verkaufen. "Die Karten sind fast überall ausverkauft. Die Preise übersteigen mittlerweile auch die Unverbindliche Preisempfehlung – allein das sagt sehr viel über die Nachfrage aus", sagte der Nvidia-CEO vor Investoren.

NVIDIA GeForce

Diese Spiele erhalten Raytracing-Support

Bei der Gamescom 2019 hat Nvidia Raytracing-Unterstützung von weiteren Games angekündigt. Darunter Minecraft, Dying Light 2, Metro Exodus: The Two Colonels DLC und Synced: Off-Planet. Sony und Microsoft versprechen bei ihren neuen Spielgeräten ebenso Support für Raytracing. Beide Hersteller setzen auf Hardware von AMD. Die Playstation 5 und Xbox Two sollen nächstes Jahr auf den Markt kommen. Raytracing bringt fotorealistische 3D-Szenen mit sich, zugleich wird eine deutlich höhere Rechenleistung erfordert. (red, 20.8.2019)