Die FPÖ hat Strache die Facebook-Seite weggenommen. Diese herrliche Plattform für die Fleißigen und Anständigen, für all die Wutbürger, die sich als Fans des Hazeh und als Feinde alles Ausländischen und Linkslinken deklarieren durften. Die FPÖ hat ihm die Administrationsrechte für die Seite mit rund 800.000 Fans entzogen. In seiner Version: Die Inhalte werden jetzt "akkordiert". Schon vorher hat er es sich terminal mit der "Krone" ver...dorben, die er in Ibiza "zack, zack, zack" übernehmen wollte.

Facebook weg, die "Krone" weg. Was bleibt da einem Radaupolitiker vom Schlag eines H.-C. Strache? Das ist, wie wenn man einem Wehrsportler das Paintballgewehr wegnimmt. Oder einem "Drei Bier"-Besteller die Finger abhackt.

Warum, warum, warum?

Wird die FPÖ jetzt weiter Solidaritätsbekundungen für H.-C. auf Facebook zulassen? Wie etwa die von Fan "Rocky Thyssen" ("Kenn mi net aus in derer weiten Welt, du wirst schon gewusst haben, was du sagst oder tust ... Der einzige Vorwurf, den i dir mach, is ... Warum, warum, warum nur hast du dich soooo ertappen lassen?").

Wenn alle untreu werden, wird wenigstens Fellners "Österreich" treu bleiben? Tritt Strache nun mit einer eigenen Partei zur Wiener Wahl an? "Mein politisches Leben ist mit Sicherheit nicht zu Ende", versprach er seinen Fans.

Und sei es um den Preis einer (neuerlichen) Spaltung der FPÖ.

(Hans Rauscher, 21.8.2019)

Facebook adé heißt es für HC.
Foto: Reuters/Dado Ruvic