Der Luxusdampfer sank in der Nacht auf den 15. April 1912.
Foto: AP/Atlantic Productions

Die Zeit und das Meer nagen am Wrack der Titanic: Erstmals seit vielen Jahren gibt es neue Aufnahmen von dem auf den Meeresgrund gesunkenen Luxusdampfer. Teile des Wracks dürften demnach bald in sich zusammenbrechen. Mit fünf Tauchgängen gelang es einer Expeditionscrew, in 3.800 Metern Tiefe Bilder des Wrack zu machen, wie die Produktionsfirma Atlantic in London mitteilte.

Rund 1.500 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.
Foto: AP/Atlantic Productions

Bakterien, die sich durch die Schiffshülle fressen, Rost und Ozeanströmungen setzen dem Wrack demnach stark zu. Vor allem die Kabinen der Besatzung, darunter auch die Räume des Kapitäns auf der Steuerbordseite, seien stark betroffen. "Das ganze Deck auf dieser Seite bricht zusammen und die Zerstörung wird weiter fortschreiten", sagte der Parks Stephenson. Die neuen Aufnahmen seien für einen Dokumentarfilm bestimmt.

Das Wrack wird Experten zufolge bald zusammenbrechen.
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Victor Vescovo, der eines der für die Tauchgänge genutzten U-Boote gesteuert hat, sagte: "Es ist ein großes Wrack, ich war nicht darauf vorbereitet, wie groß es ist. Es war außerordentlich, es komplett zu sehen." Die Crew habe während eines Tauchgangs auch einen Kranz abgelegt, um der Opfer zu gedenken.

Foto: AP/Atlantic Productions

Der Untergang der Titanic ist die wohl bekannteste Katastrophe der Seefahrt: Nach der Kollision mit einem Eisberg auf seiner Jungfernfahrt von Southampton in England nach New York sank der Luxusdampfer in der Nacht auf den 15. April 1912. Etwa 1.500 der mehr als 2.200 Menschen an Bord kamen ums Leben. Das Wrack war 1985 südöstlich der kanadischen Provinz Neufundland auf dem Grund des Atlantischen Ozeans entdeckt worden.