Oulanka, Finnland

In Lappland nahe der finnisch-russischen Grenze lädt der Oulanka-Nationalpark das ganze Jahr über zum Wandern ein. Der Karhunkierros-Weg (finnisch für "Bärenrunde") ist Finnlands beliebtester Wanderweg. Die gesamte Strecke von 80 Kilometern kann bis zu sieben Tage in Anspruch nehmen – man wandert auf Holzstegen durch Wälder und über Flüsse.

Oulanka-Nationalpark.
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Übernachten kann man kostenlos in Blockhütten. Es gibt auch Kanurouten durch die Stromschnellen des Oulankajoki-Flusses sowie leichtere, familienfreundliche Routen, die flussabwärts führen. Der 1956 gegründete Park ist bekannt für seine Rentiere und seine vielfältige Flora. Die rosa-weiße Calypso-Orchidee, das Wahrzeichen des Parks, ist anderswo kaum zu finden, kommt aber in Oulanka häufig vor.

Laheema-Nationalpark, Estland

Im Osten der estnischen Hauptstadt Tallinn erstreckt sich der größte und älteste Nationalpark Estlands. Der Lahemaa-Nationalpark ist ein idealer Ort zum Wandern: Die Besucher können die Region zu Fuß, per Rad oder auf dem Pferderücken erkunden. Einige Straßen tangieren das Schutzgebiet. Auf den restaurierten früheren Gütern Palmse, Sagadi und Vihula sind inzwischen Restaurants und Unterkünfte eingezogen. An der Küste gibt es zudem eine höhere Dichte an Ferienquartieren.

Sarek, Schweden

Dinge, die man in Sarek nicht finden wird: markierte Wanderwege, Hütten, Cafés, andere Leute. Dinge, die man finden wird: etwa 100 Gletscher, sechs der höchsten Gipfel Schwedens und Wildwasserstromschnellen. Der Tourismusverband rät zu guten Kartenlesefähigkeiten und Geländekenntnissen.

Sarek-Nationalpark.
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Der Nationalpark besteht aus 2.000 Quadratkilometern unberührten natürlichen Lebensraums und ist somit ein toller Spielplatz für erfahrene Abenteurer. Es ist jedoch auch möglich, an einer geführten Trekkingtour durch eine der letzten europäischen Wildnisse teilzunehmen.

Nationalpark Skadersee, Montenegro

Obwohl er nach der Winterschmelze fast auf die Größe des Bodensees anschwillt, ist der Skadarsee (auch Skutarisee) den meisten Touristen gänzlich unbekannt. Dabei ist er ein echtes Naturjuwel – und ein Paradies für über 250 Vogelarten. Der See erstreckt sich über den Süden Montenegros bis in den Norden Albaniens und ist das größte Süßgewässer der Balkanhalbinsel.

Skadarsee.
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Seit 1983 stehen der montenegrinische Teil des Sees sowie die weitläufigen Ufergebiete als Nationalpark Skadersee unter besonderem Naturschutz. Besucher finden im Park unberührte Strände vor, können zu einzigartigen Inselklöstern paddeln, Fahrradtouren zu alten Fischerdörfern unternehmen oder beim Wandern nach versteckten Höhlen suchen.

Port-Cros, Frankreich

Port-Cros ist die kleinste der drei Inseln vor der Côte d'Azur. Das nur einen Kilometer breite und drei Kilometer lange, hügelige, wilde Gelände ist von markierten Wegen durchzogen, und die Kämme bieten einen fantastischen Blick auf das glitzernde Meer. Das klare Wasser ist reich an geschützten Meereslebewesen – Schnorchler können sogar einem Unterwasserpfad folgen.

Insel Port-Cros.
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Das autofreie Port-Cros kann man von der Halbinsel Giens aus mit der Fähre erreichen, ebenso wie die Schwesterinseln Porquerolles und Levant, die als Geburtsort des europäischen Nudismus gelten. Die Halbinsel Giens ist sehr beliebt bei französischen Touristen, die im Juli und August die vielen Campingplätze und Feriendörfer bevölkern. Die nächste Stadt ist Hyères, berühmt für ihre Gärten und Palmen.

Peneda-Gerês, Portugal

Wilde Garrano-Ponys tummeln sich frei in diesem Nationalpark in Nordportugal. Auf dem Rücken ihrer gezähmten Artgenossen kann man eine Tour durch die Eichenwälder und die Sierra unternehmen. Es ist nicht nur ein Gebiet von natürlicher Schönheit, sondern auch mit viel Geschichte: Eine römische Straße schlängelt sich durch den Park, der mit 2.000 Jahre alten Meilensteinen markiert ist.

Peneda-Gerês.
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Serra do Gerês ist die beliebteste Siedlung des Parks, in der man auch Schwimmbäder findet. Tipp: Jeden Freitag den 13. feiert das Dorf Montalegre, gleich hinter der Ostgrenze des Parks, Noite das Bruxas, eine Straßenparty mit Queimada, einem lokalen Likör, der mit Honig getrunken wird.

Gran Paradiso, Italien

Es ist vielleicht eines der ältesten Schutzgebiete der Alpen, aber die wilden Seen und Berge des Nationalparks Gran Paradiso werden oft von Touristen übersehen, die häufiger die beliebtesten Ziele Norditaliens besuchen: die Seen von Como, Maggiore und Garda. Im Sommer können die Besucher die Berge hinaufwandern, den Ausblick genießen und im Winter Langlauftouren unternehmen.

Gran Paradiso.
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Die Täler Orco, Soana und Cogne sowie Dörfer mit traditionellen Steinhäusern eignen sich zur Erkundung. Es gibt eine große Auswahl an Unterkünften in der Umgebung – mit viel Platz für diejenigen, die nicht gerne campen –, und die Parkbehörde bietet auch einen Reiseleiterservice an.

Exmoor-Nationalpark, England

Der Exmoor Nationalpark im Südwesten Englands ist ein echtes Naturjuwel: Steile Klippen treffen auf mystische Wälder und einsame Moore auf wilde Heidelandschaften. Besonders Wander- und Radurlauber können in der vielfältigen Landschaft von Exmoor viel entdecken. Ein kilometerlanges Netz aus Wander- und Radwegen schlängelt sich durch das hügelige Moorland bis hin zur Küste. Es gibt zahlreiche Unterkünfte und Restaurants. (red, 2.9.2019)