Eine seriöse Vorhersage zum Ausgang der US-Wahlen im November kommenden Jahres ist nicht möglich, zumal noch nicht einmal feststeht, wen die Demokraten gegen den Republikaner Donald Trump ins Rennen schicken werden. Fest steht nur: Gewählt wird am 3. November 2020 und die Amtseinführung des neuen (alten) Präsidenten erfolgt am 20. Jänner des darauffolgenden Jahres. Sollte US-Präsident Trump seine Wiederwahl verlieren, dann wird das mächtigste politische Amt der Welt fast elf (!) Wochen lang von einer narzisstisch zutiefst gekränkten, emotional aufbrausenden und politisch unberechenbaren Persönlichkeit bekleidet.

Einen Beweis für seinen pathologischen Narzissmus hat Trump gerade Anfang dieser Woche wieder einmal geliefert. Weil Grönland partout nicht zum Verkauf steht - eine sehr anachronistische Idee aus vermeintlich längst vergangenen Zeiten -, hat er seinen Staatsbesuch in Dänemark kurzerhand abgesagt. Auf Twitter bezeichnet der Dänemark deshalb als ein "garstiges" Land.

Foto: APA/AFP/SAUL LOEB

Garstig!

Nun stelle man sich vor, wie Trump auf eine verlorene Wahl reagiert. Sind dann die eigenen Wähler auch "garstig"? Ist dann Amerika ein "country too small for me" (Auge: Hubert Gorbach)? Wird Trump dann aus lauter Frust gar noch etwas Krieg spielen wollen und auf den roten Knopf drücken?

Deutschland hat sich jüngst mit 190 Millionen Jodtabletten eingedeckt, um für den nuklearen Notfall eines Reaktorunfalls gerüstet zu sein. Hoffentlich müssen wir uns angesichts des neuen Wettrüstens zwischen Russland und den USA und der möglichen Wahlniederlage Trumps nicht wieder auch auf eine kriegsbedingte Nuklearkatastrophe vorbereiten. (Markus A. Gaßner, 25. August 2019)