"Threads" soll enge Freunde auf Instagram besser vernetzen.

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Das zu Facebook gehörende Fotonetzwerk Instagram soll an einer neuen App arbeiten, die vor allem als erneute Kampfansage an Snapchat gilt. Laut The Verge läuft die Entwicklung unter dem Titel "Threads". Es soll sich um einen Messenger für sehr private Kommunikation handeln.

Verwenden können sollen ihn nur jene User, die sich gegenseitig in ihre Liste der engen Freunde auf Instagram eingetragen haben. Threads soll selbst aber nicht direkt in die App des Netzwerks integriert sein, sondern als zusätzliches Tool genutzt werden. Es gibt die üblichen Standardfeatures, also den Austausch von Textnachrichten, Bildern und Videos unter Verwendung der Bearbeitungstools von Instagram.

Zahlreiche Daten freigebbar

Darüber hinaus soll man aber auch andere Daten freigeben können. Kontakten kann man laut dem Bericht in Echtzeit Einblick auf den eigenen Standort, die Bewegungsgeschwindigkeit und den Akkustand des Handys geben. Die Standort-Funktion soll derzeit aber nicht verwendet werden, um den eigenen Aufenthaltsort genau mitzuteilen, sondern dazu dienen, Freunde darüber zu informieren, ob man gerade "unterwegs" sei, erklärt ein Insider.

Laut Screenshots versucht die App jedenfalls User dazu zu ermutigen, besagte Informationen konstant zu teilen. Sie sieht dem Messaging-Feature der Instagram-App insgesamt recht ähnlich. In einer Liste sieht man die eigenen Kontakte. Ein grüner Punkt signalisiert, ob jemand gerade aktiv ist. Zudem kann man neu veröffentlichte Stories von Freunden ansehen.

Letzter Angriff auf Snapchat gescheitert

Snapchat hat sich bereits für viele Nutzer als sehr persönliches Messagingtool etabliert und bietet ähnliche Funktionen. Ob Instagram mit Threads mithalten kann, bleibt abzuwarten. Im Moment ist noch nicht klar, wann oder ob die App überhaupt veröffentlicht wird.

Der letzte Versuch, Snapchat auf dem eigenen Spielfeld zu schlagen, scheint nicht besonders erfolgreich gewesen zu sein. Im Dezember 2017 veröffentlichte Instagram eine Videochat-App namens "Direct", die ebenfalls als Zusatzapp gestaltet war. Erst im vergangenen Mai, nicht einmal anderthalb Jahre später, gab man die Einstellung des Tools bekannt und übersiedelte laufende Konversationen von Usern in die Instagram-App. (red, 27.08.2019)