Einen Monat vor der Wahl sind sich die drei großen Parteien einig: Die Pensionen sollen erhöht werden.

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Bei einem Pensionsgipfel soll am Mittwoch die Erhöhung für das kommende Jahr vereinbart werden. Nach den gesetzlichen Bestimmungen sollten die Pensionen um den errechneten Inflationswert von 1,8 Prozent angehoben werden. Der Seniorenrat hat aber schon ein Modell ausgearbeitet, das für kleine Pensionen den doppelten Wert vorsieht. ÖVP, SPÖ und FPÖ haben darauf bereits mit Wohlwollen reagiert.

Nach den Vorstellungen des Seniorenrats sollen kleine Pensionen bis 1.250 Euro um 3,6 Prozent erhöht werden. Darüber soll die Anpassung bis zur ASVG-Höchstpension von derzeit 3.477 Euro bis auf 1,8 Prozent abgeschmolzen werden. Alle Pensionen darüber sollen um den gesetzlichen Wert von 1,8 Prozent angehoben werden. Diese Erhöhungen könnten mehr als eine Milliarde Euro kosten.

Zustimmung der Parteien

ÖVP-Klubobmann August Wöginger kündigte bereits an, dass seine Partei die Forderung nach einer gestaffelten Pensionserhöhung unterstützt. Auch SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch plädierte für eine "starkes Zeichen" bei kleinen Pensionen. Und FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch sagte dem Seniorenrat volle Zustimmung zu.

Zu dem Gipfel, zu dem der Seniorenrat eingeladen hat, haben Sozialministerin Brigitte Zarfl, für SPÖ und FPÖ die Parteichefs Pamela Rendi-Wagner und Norbert Hofer sowie für die ÖVP Klubobmann August Wöginger ihr Kommen zugesagt. Die Neos, die eine Erhöhung über der Inflationsrate ablehnen, sowie die Liste Jetzt sind nicht eingeladen. Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein hat aus terminlichen Gründen ihr Kommen abgesagt und lädt stattdessen Vertreter des Seniorenrats zu einem zeitnahen Termin ins Bundeskanzleramt ein. (APA, red, 27.08.2019)