Elfenbein wird verwendet um japanische Namenssiegel, auch "Hanko" genannt, herzustellen

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Yahoo beugt sich dem Druck von Umweltschützern und stellt in Japan den Handel mit Elfenbein ein. Von November an werde der Verkauf auf der größten Online-Handelsplattform des Landes verboten, teilte Yahoo Japan am Mittwoch mit und bestätigte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters.

Yahoo gibt nach

Der Internetkonzern folgt damit dem Beispiel der Rivalen Rakuten und Mercari, die bereits vor zwei Jahren den Verkauf von Elfenbein auf ihren Online-Verkaufsseiten verboten hatten. Yahoo Japan, eine Tochter des Technologie-Investors SoftBank, hatte sich lange den Forderungen von Aktivisten widersetzt und Vorwürfe zurückgewiesen, der Handel sei für den Anstieg der Wilderei in der afrikanischen Savanne verantwortlich.

Elfenbein in Japan beliebt

In Japan sind Stoßzähne von Elefanten nach wie vor gefragt. In dem Land ist der Handel mit Elfenbein, das vor einem 1989 erlassenen Einfuhrverbot ins Land gebracht wurde, erlaubt. Japan ist der weltweit größte legale Marktplatz für Elfenbein. Die Stoßzähne werden in Japan unter anderem dazu verwendet, um "Hanko"-Namenssiegel herzustellen, die wie eine Unterschrift bei Verträgen eingesetzt werden. (APA, 28.08.2019)