Wer die Molotowcocktails warf, ist noch unklar.

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Mexiko-Stadt – Nach einem Brandanschlag auf eine Bar in Mexiko ist die Zahl der Toten auf mindestens 28 gestiegen. Ein Behördenvertreter im Bundesstaat Veracruz sagte am Mittwoch, 25 Menschen seien vor Ort ums Leben gekommen, drei weitere in Krankenhäusern. Neun Menschen wurden bei der Attacke auf den Stiptease-Club in der Stadt Coatzacoalcos verletzt.

Bewaffnete Angreifer hatten das "El Caballo Blanco" (Das weiße Pferd) in der Nacht auf Mittwoch gestürmt, auf Gäste geschossen und anschließend Feuer gelegt. Während einige Zeugen von Molotowcocktails sprachen, sagten andere, die Angreifer hätten Benzin ausgeschüttet und in Brand gesetzt.

Eine Aufnahme vom Tatort.
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Staatschef Andrés Manuel López Obrador verurteilte am Mittwoch einen "unmenschlichen" Angriff. Die Behörden gehen von einer Auseinandersetzung im Bandenmilieu aus.

Rivalisierende Kartelle

In Mexiko herrscht seit Jahren ein Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen. Seit dem Beginn einer Offensive des mexikanischen Staates gegen die Drogenkartelle im Jahr 2006 wurden in dem lateinamerikanischen Land mehr als 250.000 Menschen getötet. Der Bundesstaat Veracruz ist wegen seiner strategischen Lage am Golf von Mexiko besonders von der Gewalt betroffen: Er liegt auf der Drogenschmuggelroute Richtung USA.

Nach den Tätern werde gefahndet, teilte Cuitlahuac Garcia, der Gouverneur des Bundesstaats, auf Twitter mit. Er fügte hinzu: "In Veracruz tolerieren wir keine kriminellen Gruppen mehr." Nur wenige Tage zuvor war laut mexikanischen Medien ein örtlicher Anführer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) festgenommen worden, nachdem er von einem Kontrollpunkt in Coatzacoalcos zunächst entwischt war. (red/APA, 29.8.2019)