Bleibt bei Mercedes: Valtteri Bottas.

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Der Finne Valtteri Bottas fährt auch in der kommenden Formel-1-Saison an der Seite des fünfmaligen Weltmeisters Lewis Hamilton bei Branchenführer Mercedes. Wie der Rennstall am Donnerstag kurz vor dem Großen Preis von Belgien mitteile, wurde bei dem 30-Jährigen die Vertragsoption für ein weiteres Jahr gezogen. Bottas erhielt den Vorzug gegenüber Mercedes-Ersatzpilot Esteban Ocon aus Frankreich.

"Ich bin sehr froh darüber und stolz darauf, im vierten Jahr in Folge ein Teil des Teams sein zu dürfen", sagte Bottas. "Es ist mein Ziel, Formel-1-Weltmeister zu werden. Auf Basis meiner Erfahrungen mit dem Team bin ich davon überzeugt, dass Mercedes die beste Option für mich ist, dieses Ziel in der Saison 2020 zu erreichen."

Keine Bedrohung

Der Nachfolger von Ex-Weltmeister Nico Rosberg fuhr seit seinem Amtsantritt beim Werksteam Anfang 2017 fünf Grand-Prix-Siege ein. Eine echte Bedrohung für die WM-Ambitionen von Dominator Hamilton stellte Bottas, der zuvor vier Jahre bei Williams gefahren war, aber nie dar. 2017 wurde er WM-Dritter und schaffte damit sein bisher bestes Gesamtresultat.

In der laufenden Saison ist er aktuell Zweiter und könnte erstmals Vizeweltmeister werden. Bottas und Hamilton gehen damit 2020 in ihr viertes gemeinsames Jahr.

"Ich freue mich sehr, dass er dem Team für mindestens eine weitere Saison erhalten bleiben wird und bin gespannt darauf zu sehen, wie er die Messlatte noch einmal höher legen wird", sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Der Wiener hatte schon vor Wochen angekündigt, dass die Entscheidung zwischen Bottas und Ocon fallen und er sich diese nicht einfach machen werde.

Jungspund

Der 22-Jährige Ocon hatte nach einem Lehrjahr bei Manor sein Talent von 2017 bis 2018 für Force India unter Beweis gestellt, für die aktuelle Saison aber kein Cockpit ergattert. Wiederholt betonte Wolff zuletzt, dass der Jungspund einen Platz in der Formel 1 verdient habe.

Bei Renault könnte sich für den Franzosen tatsächlich eine Tür öffnen – allerdings ist noch nicht klar, ob sich das Werksteam vom Deutschen Nico Hülkenberg trennen wird. Doch auch bei Haas könnte sich eine Option auftun, da sich das baldige Ende der Formel-1-Karriere von Romain Grosjean abzeichnet. (APA, 29.8.2019)