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Washington/Teheran – Die USA haben den iranischen Öltanker Adrian Darya-1 und den Kapitän des Schiffs mit Sanktionen belegt. Damit könnte die US-Regierung in einem nächsten Schritt auch Strafmaßnahmen gegen Häfen oder Unternehmen verhängen, die sich auf Geschäfte mit dem Supertanker einlassen.

Nach US-Angaben steht der Frachter im Dienst der Iranischen Revolutionsgarden, die von Washington als Terrororganisation eingestuft werden. Das Schiff ist seit Mitte August im Mittelmeer unterwegs und konnte – auch wegen des Drucks der US-Regierung – bisher noch keinen Hafen anlaufen.

"Das sollte eine Lektion für jeden sein, der versucht ist dabei zu helfen, iranisches Öl an das mörderische Assad-Regime zu schicken", schrieb der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, am Freitag auf Twitter zu den Sanktionen gegen das Schiff und Kapitän Akhilesh Kumar.

Wochenlang festgehalten

Das Schiff war mehr als sechs Wochen lang in Gibraltar unter dem Vorwurf festgehalten worden, das EU-Embargo gegen Syrien zu unterlaufen. Das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel gab den Tanker schließlich frei.

US-Angaben zufolge ist das Schiff nun auf dem Weg nach Syrien. "Wir haben zuverlässige Informationen, wonach der Tanker unterwegs ist und auf Tartus, Syrien, zusteuert", schrieb Außenminister Mike Pompeo am Freitag auf Twitter. (APA, 31.8.2019)