Im Einzelbewerb hatte es Michaela Polleres noch mit Margaux Pinot zu tun, im Teambewerb schlug sie deren weltmeisterliche Landsfrau Marie Eve Gahie.

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Tokio – Österreichs Equipe hat zum Ausklang der Judo-WM in Japan am Sonntag im Mixed-Teambewerb trotz starker Leistung gleich in der Auftaktrunde verloren. Nach 2:0-Führung dank Siegen von Michaela Polleres und Johannes Pacher musste man sich Frankreich 2:4 geschlagen geben und verpasst das Viertelfinale. Polleres' fünfter Rang blieb somit bei der Olympia-Generalprobe die einzige Platzierung für den ÖJV.

Im Kampf um die erste WM-Medaille seit 2010 (Sabrina Filzmoser) war Österreich in Tokio als Außenseiter zum letzten Versuch angetreten. Polleres (-70 kg) brachte Österreich aber mit einem Ippon-Sieg gegen die frisch gebackene Weltmeisterin Marie Eve Gahie in Führung. Pacher (-90 kg) erhöhte gegen Axel Clerget, den Bronzemedaillengewinner der Einzelkonkurrenz, sogar auf 2:0, ehe Frankreich dank eines Ippon-Sieges von Madeleine Malonga (+70 kg) gegen Bernadette Graf erstmals anschrieb.

Vier verlorene Kämpfe in Serie

Nach einer knappen Waza-ari-Niederlage von Stephan Hegyi (+90 kg) gegen Cyrille Maret konnte sich Filzmoser gegen Sarah Cysique nicht für die Niederlage im Einzelbewerb revanchieren und verlor mit Ippon. Den 4:2-Endstand fixierte Frankreich durch einen Ippon-Erfolg von Guillaume Chaine gegen Lukas Reiter (-73 kg) im Golden Score, wobei der Niederösterreicher bereits mit Waza-ari in Führung gelegen war.

"Fast wäre gegen den Vize-Weltmeister von 2018 eine Sensation gelungen. Die Teamleistung war sehr stark", betonte ÖJV-Sportdirektor Markus Moser am WM-Ende. Obwohl die Finanzierung noch nicht geklärt ist, übernahm ÖJV-Präsident Hans Paul Kutschera am Schlusstag die Flagge des Weltjudoverbandes (IJF) für die Austragung der in Wien geplanten WM 2021. (APA, 1.9.2019)