Leder aus Brasilien ist bei H&M nicht mehr willkommen.

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Stockholm – Wegen der verheerenden Brände im Amazonas-Gebiet kauft die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) vorerst kein Leder mehr in Brasilien ein. "Angesichts der riesigen Feuer im brasilianischen Teil des Amazonas-Waldes und des Zusammenhangs mit der Rinderproduktion haben wir beschlossen, vorerst Leder aus Brasilien zu verbieten", teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit.

"Das Verbot bleibt so lange in Kraft, bis es glaubhafte Garantiesysteme gibt, dass das Leder nicht zu Umweltschäden im Amazonas-Gebiet beiträgt", hieß es in der Erklärung. Das Verbot gelte für alle Marken der Gruppe, zu denen neben H&M etwa auch Cos und Monki gehören. Im August hatte bereits der US-Konzern VF angekündigt, kein Leder mehr in Brasilien zu ordern. Zu seinen Marken zählen etwa Timberland und Vans.

Die extensive Rinderproduktion gilt als eine der Hauptursachen für die Abholzung des Regenwalds. Seit Jahresbeginn wurden in Brasilien mehr als 88.000 Brände registriert, davon mehr als die Hälfte im Amazonas-Becken. Die brasilianische Regierung geht nur zögerlich dagegen vor und steht deshalb international und auch im eigenen Land in der Kritik. (APA, red, 6.9.2019)