Nicholas Slatten nach einem Gerichtstermin, Juni 2014.

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Washington – Ein US-Berufungsgericht hat am Donnerstag die Haftstrafen für drei Wachmänner der umstrittenen Sicherheitsfirma Blackwater auf über die Hälfte reduziert. Ein vierter Security muss seine lebenslange Haftstrafe absitzen.

Richter Royce C. Lamberth schloss sich der Ansicht der ersten Instanz nicht an, dass die Schießerei auf dem Bagdader Nisur-Platz unter ein US-Gesetz falle, das für die Verwendung eines Maschinengewehres eine Mindeststrafe von 30 Jahren vorsieht. Dies gelte nämlich nicht, wenn das Maschinengewehr von der Regierung zur Verfügung gestellt wird und dessen Einsatz in einem Kriegsgebiet erfolgt.

Die Blackwater-Söldner hatten am 16. September 2007 mit Sturmgewehren, Maschinengewehren und Granatwerfern in eine Menschenmenge gefeuert. Sie hätten einen Diplomatenkonvoi beschützen sollen. Als sie im Stau steckenblieben, eröffneten sie das Feuer. Einer US-Untersuchung zufolge wurden binnen 20 Minuten 14 Zivilisten getötet, irakische Ermittler sprechen von mehrer Todesopfern. (red,, APA, 6.9.2019)