Der Chatbot von "Bibi" Netanjahu hat sich zum zweiten Mal eine Sperre eingehandelt.

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Am Tag der israelischen Parlamentswahl hat Facebook den Chatbot auf dem Profil von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu zeitweise blockiert. Das war bereits das zweite Mal innerhalb einer Woche. Hintergrund sei dieses Mal das Versenden von Wahlumfragen am Wahltag selbst gewesen, berichteten israelische Medien.

Wegen Gesetzesverstoß

"Wir haben diesen Bot wegen der Verletzung von lokalen Gesetzen beschränkt, bis die Wahllokale heute Abend schließen", sagte eine Facebook-Sprecherin zunächst am Dienstagnachmittag.

Einige Zeit später entschied allerdings der zentrale Wahlausschuss, der Bot – ein automatisiertes Programm – könne weiterarbeiten. Es sei allerdings verboten, über ihn Wahlumfragen zu veröffentlichen.

Netanyahu hatte die Sperrung des Bots laut Medienberichten scharf kritisiert und gesagt, er hoffe, ein Richter werde diese aufheben. Eine Sprecherin von Netanyahu hatte sich zunächst nicht dazu geäußert.

Zuletzt wegen Hassrede gesperrt

Bereits vergangene Woche hatte Facebook den Bot für 24 Stunden gesperrt. Medien berichteten, Hintergrund sei eine Hetzbotschaft gegen eine mögliche linksorientierte Regierung und Araber gewesen. Ein Facebook-Sprecher sprach lediglich von einer "Verletzung unserer Vorgaben gegen Hassreden". Eine Sprecherin von Netanyahus Likud-Partei bezeichnete den Text als ein "Versehen eines Mitarbeiters in der Zentrale". (APA, 17.09.2019)