Abtreibungsgegnerinnen und -gegner mobilisierten gegen ein Gesetz, das Schwangerschaftsabbrüche nach einer Vergewaltigung legalisiert hätte.

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Quito – Das Parlament in Ecuador hat gegen eine Lockerung des Abtreibungsverbots gestimmt. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde am Dienstag mit knapper Mehrheit abgelehnt. Damit bleiben Schwangerschaftsabbrüche selbst nach Vergewaltigungen und bei einer Missbildung des Fötus verboten. Bei einem Verstoß drohen zwischen sechs Monaten und zwei Jahren Haft.

Pro-Choice-Aktivistinnen setzten sich für das Gesetz ein.
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Abtreibungen sind nur dann erlaubt, wenn das Leben oder die Gesundheit der Mutter in Gefahr ist oder eine Frau mit geistiger Behinderung vergewaltigt wurde. Frauenrechtsgruppen fordern, Abtreibungen in jedem Fall von Vergewaltigung zuzulassen. Aktivisten zufolge bringen jedes Jahr rund 2.500 Jugendliche in Ecuador nach sexuellen Übergriffen ein Kind zur Welt.

Die Befürworterinnen und Befürworter der Novelle zeigten sich nach der Abstimmung im Parlament entsetzt.
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Rund 80 Prozent der Bevölkerung des konservativen südamerikanischen Landes sind katholisch. (APA, 18.9.2019)