Bessere Zeiten: Russlands Präsident Wladimir Putin mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un bei einem Treffen in Wladiwostok im Frühjahr.

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Moskau/Pjöngjang – Nach einem Zwischenfall mit Verwundeten im Japanischen Meer hat Russland Medienberichten zufolge zwei nordkoreanische Boote beschlagnahmt und 161 Nordkoreaner festgenommen. Russische Nachrichtenagenturen und lokale Medien berichteten am Dienstag unter Berufung auf den Geheimdienst FSB über den Vorfall.

Dieser sprach von einem bewaffneten Angriff der Nordkoreaner. Demnach hatten russische Grenzschützer zwei Schoner und elf Motorboote aus dem Nachbarland beim illegalen Fischen ertappt.

Russische Grenzsoldaten verletzt

Nachdem zunächst ein nordkoreanisches Boot festgesetzt worden sei, habe ein zweites das Feuer eröffnet. Drei russische Grenzsoldaten seien verwundet worden. Der Nachrichtenagentur Ria zufolge bestellte das russische Außenministerium einen ranghohen nordkoreanischen Diplomaten wegen des Vorfalls ein. Eines der Boote wurde aufgebracht und in den russischen Hafen Nachodka gebracht.

Im Ostmeer / Japanischen Meer, an dem neben Nordkorea und Russland auch Japan und Südkorea liegen, gibt es immer wieder Streit um Fischereirechte. Nach Angaben von Experten drängt Nordkorea seine Fischer dazu, in der Hoffnung auf größeren Fang immer weiter auf das Meer hinauszufahren. Allerdings hat auch Nordkorea in der Vergangenheit russische Fischer festgenommen, die nach seiner Ansicht in nordkoreanische Gewässer vorgedrungen waren. (APA, red, 18.9.2019)