Seit 1989 veröffentlicht Thomas Hettche seine literarischen Werke, nun wurde er geehrt.

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Berlin – Der deutsche Schriftsteller und Journalist Thomas Hettche hat eine der höchstdotierten deutschen Auszeichnungen für Literatur bekommen. Im Theater Koblenz erhielt er am Freitagabend den mit 50.000 Euro verbundenen Joseph-Breitbach-Preis. Der 54-jährige Hettche, geboren 1964 im mittelhessischen Treis an der Lumda, lebt in Berlin und in der Schweiz.

Die Jury würdigte ihn als einen "eminenten Stilisten", "der die gesellschaftlichen Entwicklungen und ästhetischen Debatten der letzten Jahrzehnte in innovativer Form mitgestaltet hat und seit seinem 1989 erschienenen Romandebüt 'Ludwig muss sterben' zu den herausragenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gehört".

Seit 2018 ist der Autor auch Honorarprofessor am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin.

Bisherige Träger der nach dem 1980 verstorbenen deutsch-französischen Schriftstellers Joseph Breitbach benannten Auszeichnung sind unter anderem Arno Geiger, Robert Menasse, Dea Loher, Reiner Stach, Brigitte Kronauer, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff, Herta Müller, Raoul Schrott und Ursula Krechel. (red, APA, 21.9.2019)