Jennifer Lopez auf der Mailänder Fashion Week.

Foto: Alessandro Garofalo / AP

Man schrieb den Februar 2000, da sorgte Jennifer Lopez mit ihrem Auftritt bei den Grammy Awards für Furore. Ein grünes Kleid von Versace machte sie nicht nur über Nacht zur Fashion-Ikone, sie schrieb damit auch indirekt Internetgeschichte, wie ein aktueller Blogeintrag von Google verrät.

Google lieferte nicht, was die Nutzer wollten

Das Outfit von Lopez löste nämlich auch im World Wide Web einen regelrechten Hype aus. Der damals noch recht junge Suchmaschinenanbieter verzeichnet infolge eine Summe an Suchanfragen, wie man sie nie zuvor für ein einzelnes Ereignis gesehen hatte. Genau dies führte den Google-Chefs aber vor Augen, dass sie ihren Nutzern einen ziemlich schlechten Dienst erwiesen. Denn statt direkt das gesuchte Bild zu liefern, konnte man lediglich mit einer Liste an blauen Links aufwarten.

Original und Neuauflage fast 20 Jahre später.

Die Konsequenz war klar: Google machte sich umgehend daran, eine eigene Bildersuche zu entwickeln. Im Juli 2001 sollte diese schließlich an den Start gehen, bis heute stellt sie einen integralen Bestandteil des Google-Angebots dar. Es sollten viele weiter solch spezialisierter Suchen folgen.

Neuauflage

Fast 20 Jahre später hat Lopez ihren Auftritt nun wiederholt. Im Rahmen der Mailänder Fashion Week zeigte sie eine neue Variante des "Jungle Dress" vor, und sorgte damit erneut für einiges Aufsehen im Internet.

Google war dieses Mal übrigens direkt beteiligt: So wurde das Design des Runways zum Teil mit dem Augmented-Reality-Programm Tilt Brush gestaltet. Vor allem aber wurde der Google Assistant zur Einleitung des Auftritts von Lopez genutzt – sie erschien quasi als Ergebnis eines Sprachbefehls für den digitalen Assistenten, womit auch der geschichtliche Bogen zum ersten Auftritt im Jahr 2000 gespannt wurde. (red, 22.9.2019)