Seit Jahren gibt es eine effektive Impfung gegen Hepatitis A.

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Eine Schülerin an einem Klagenfurter Gymnasium ist an Hepatitis A erkrankt. Das Büro von Gesundheitslandesrätin Beate Prettner bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung". Für die Schule gelten laut Birgit Trattler vom Klagenfurter Gesundheitsamt besondere Hygienemaßnahmen.

So müssen die Toilettenanlagen in der großen Pause desinfiziert werden und nach Unterrichtsende noch einmal. Vor allem in den letzten Tagen vor Ausbruch der Krankheit sei der Stuhl der infizierten Person hoch infektiös, zudem seien die Erreger ziemlich robust und könnten an diversen Kontaktflächen relativ lange überleben, sagte Trattler. Auch die Klassenräume werden daher zweimal täglich desinfiziert.

Sie rechne aber nicht damit, dass es zu weiteren Krankheitsfällen kommen werde, die Wahrscheinlichkeit dafür sei "nicht sehr groß", so Trattler. Ob nicht geimpfte Klassenkollegen sich bereits angesteckt haben, kann erst nach Ende der Inkubationszeit in sechs Wochen gesagt werden. Eine Impfung könne derzeit noch den Ausbruch der Krankheit verhindern, so Trattler zur "Kleinen Zeitung", denn der Impfschutz wirke bereits nach ein bis zwei Wochen.

Rein prophylaktisch

Vor einigen Jahren habe es an einer anderen Klagenfurter Schule einen Krankheitsfall gegeben, auch damals sei es dabei geblieben. Die erhöhten Hygienemaßnahmen seien rein prophylaktisch.

Eine Hepatitis-A-Erkrankung äußert sich meist durch Fieber, Müdigkeit, Übelkeit, Oberbauchschmerzen bis hin zu einer Gelbsucht, die aber in der Regel vollständig ausheilt. Der Verlauf ist bei Kindern meist asymptomatisch oder mild, bei Erwachsenen allerdings nimmt der Erkrankungsverlauf an Schwere zu.

Hepatitis-A-Viren (HAV) verursachen eine akute Entzündung des Lebergewebes und werden über eine sogenannte fäko-orale (Aufnahme von Stuhl über den Mund) Schmierinfektion oder über unsauberes Leitungswasser bzw. Eiswürfel übertragen. Auch belastete Nahrungsmittel wie Speiseeis, Frischmilch, Salate, rohes Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte können eine Ansteckungsquelle sein. (red/APA, 26.9.2019)