Wien – Relativ teuer dürfte ein junges Trio der Versuch kommen, eine besonders spektakuläre Position für Fotos des nächtlichen Wien zu finden. Ein 24-jähriger und zwei 22 beziehungsweise 23 Jahre alte Frauen waren am Mittwochabend auf das Dach des gesperrten Flakturms im Augarten geklettert. Ein Zeuge verständigte die Polizei, die einen Hubschrauber schickte, um die Personen im Gefahrenfall bergen zu können.

Das Dach des Flakturms im Wiener Augarten war Ziel einer Fotoexpedition, die teuer werden dürfte.
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Das zwischen Mitte 1944 und Jänner 1945 von der nationalsozialistischen Diktatur errichtete Gebäude ist baufällig und deshalb für die Öffentlichkeit gesperrt. Die fotobegeisterten Twens kümmerte das wenig, sie drangen ins Innere vor und kamen bis auf das Dach. Ein Zeuge bemerkte das Licht ihrer Taschenlampe und schlug Alarm.

Freiwillig wieder heruntergekommen

Von der Basis in Wien-Meidling stieg ein Polizeihubschrauber mit seiner Besatzung auf, um die Situation aufzuklären und bei Bedarf Erste Hilfe leisten zu können. Die "Besucher" des Flakturms wurden aufgefordert, wieder herunterzukommen, was sie freiwillig machten. Danach erklärten sie Beamten, sie hätten Fotos schießen wollen.

Gemäß Paragraf 92a des Sicherheitspolizeigesetzes werden sie den Hubschraubereinsatz nun zahlen müssen, da sie sich zumindest grob fahrlässig in eine gefährliche Lage gebracht haben. Laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer kostet die Flugminute des Polizeihubschraubers im Durchschnitt rund 53 Euro, der Einsatz dauerte über eine halbe Stunde. (red, 26.9.2019)