Freundlichkeit wird an nun an der UCLA wissenschaftlich untersucht.

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Los Angeles – Hilfestellung leisten, ohne eine Gegenleistung zu verlangen, jemanden in der Kassenschlange vorlassen, oder einen Kollegen ehrlich nach dessen Befinden fragen: Für viele sind diese Handlungen selbstverständlich, andere tun sich dagegen damit eher schwer – an der renommierten US-Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) beschäftigt man sich ab jetzt wissenschaftlich mit der dieser Alltagsfreundlichkeit, ein entsprechendes weltweit einzigartiges Forschungsinstitut soll das gewährleisten.

Annäherung aus verschiedenen Richtungen

Die Einrichtung werde "einen interdisziplinären Ansatz verfolgen, um Freundlichkeit durch Evolution, Biologie, Psycho Freundlichkeit durch Evolution, Biologie, Psychologie, Ökonomie, Kultur und Soziologie zu verstehen", erklärte die Universität am Mittwoch (Ortszeit). "Unsere Vision ist, dass wir alle in einer Welt leben, in der die Menschheit die Freundlichkeit, die in uns allen existiert, entdeckt und nutzt", sagte Matthew Harris, der Mitbegründer des Instituts.

"Es bedarf viel Forschung, um zu verstehen, warum Freundlichkeit in der modernen Welt so knapp sein kann." Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Gesten der Freundlichkeit sehr gut für die körperliche und geistige Gesundheit sind.

Gegenmittel gegen Spannungen und Gewalt

Der Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften, Darnell Hunt, erklärte, das neue Institut wolle "inmitten aktueller Weltpolitik, Gewalt und Spannungen ein Gegenmittel sein". Die Einrichtung ist die erste ihrer Art und will Bürger und zukünftige Führungskräfte inspirieren, menschlichere Gesellschaften aufzubauen. (red, APA, 26.9.2019)