Zuerst lautete das Motto Downsizing, also Kleinermachen, als es darum ging, sparsamere Motoren zu konstruieren. Das funktionierte aber nur bedingt. Zwar gelang es, diese kleineren Motoren dahingehend zu verbessern, dass sie beim Verbrauchs- und Abgastest deutlich günstiger abschnitten, im Alltag war zuweilen das Gegenteil der Fall.

Der Nullzylinder des Wasserstoff-Antriebs hat entscheidende Vorteile.
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Dann prägte man den Begriff Rightsizing. Es war also notwendig, die Motoren nicht nur auf vorgeschriebene Fahrzyklen hin zu optimieren, sondern auch die alltäglichen Fahrgewohnheiten zu berücksichtigen. Und an diesem Punkt sind wir jetzt angelangt. Überwiegend werden Motoren mit drei und vier Zylindern mit Turbolader betrieben. Damit lässt sich fast jedes fahrdynamische Ergebnis erzielen bei gleichzeitig verbessertem Verbrauchsverhalten.

Für hohe Motorleistung alleine benötigt man auch nicht mehr als vier Zylinder. Und wenn nicht allzu viel Leistung gefordert ist, so ist auch die Laufkultur eines Vierzylinders hervorragend, dank Ausgleichswellen gegen freie Massenkräfte und computergesteuerte Mehrfacheinspritzung für harmonischen Verbrennungsverlauf. Sechszylinder sind nur dann gefordert, wenn sehr hohe Leistung und hohe Laufkultur gleichzeitig erwünscht sind, etwa bei schweren sportlichen Limousinen oder Sport Utility Vehicles.

Viel mehr an Laufkultur und Leistungsentfaltung ist auch mit Acht- und Zwölfzylindern nicht zu holen. Sie besitzen aber auf jeden Fall einen deutlich messbaren geringeren Wirkungsgrad. Das heißt, Acht- und Zwölfzylinder stellen im Wesentlichen nur mehr eine Reminiszenz an die Vergangenheit dar. Denn wer's ganz geschmeidig will, fährt sowieso schon rein elektrisch oder mit Wasserstoff. (Rudolf Skarics, 5.10.2019)