Seit Mitte Juli bereits laufen in Hongkong massive Proteste gegen die Volksrepublik China. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

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Die Proteste richten sich gegen die Zentralregierung in Peking, das Ein-Parteien-System und das schleichende Erodieren der vertraglich zugesicherten Autonomierechte der Sonderverwaltungszone. Das hat zur Folge, dass die Wirtschaft schwächelt und auch Touristen fernbleiben. Ein Sektor aber ist davon unbeeindruckt.

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In den ersten sieben Monaten des Jahres stiegen die Preise für Immobilien trotz der Proteste laut offiziellen Angaben um rund zehn Prozent an. In den vergangenen zehn Jahren haben die Preise um 200 Prozent zugelegt.

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Die Immobilienfirma Wheelock beispielsweise hat seit Ende August bereits 80 Prozent der 816 Wohnungen in ihren neuen Projekten verkauft. "Das politische Umfeld ist erschütterbar, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Immobilienmarkt unerschütterlich ist", sagt eine Assistentin in einem anderen Immobilien-Büro.

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Ein Grund für den anhaltenden Boom: Täglich vergibt Hongkong 150 Aufenthaltsgenehmigungen an Festland-Chinesen. Und das, obwohl schon 7,4 Millionen Menschen auf nur 1.100 Quadratkilometern leben, von denen 40 Prozent Landschaftsparks oder Naturschutzgebiete sind. Winzige Wohnungen sind auf dem teuersten Immobilienmarkt der Welt immer häufiger zu finden. (APA/red, 30.9.19)

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