Jobkürzungen bei "Bild" und "Welt" sollen 50 Millionen Euro einsparen: Springer-Hauptquartier in Berlin.

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Der Medienkonzern Axel Springer baut Arbeitsplätze in der Mediensparte ab und wirft deshalb seine Geschäftsziele für 2019 über Bord. "Der Vorstand der Axel Springer SE hat heute umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen für den Bereich News Media National beschlossen", teilten die Berliner mit.

Springer wolle sich fokussieren und "Strukturen in Bereichen, die nicht mehr wachsen, verkleinern", betonte das zuständige Vorstandsmitglied Stephanie Caspar: "Das erfordert Einschnitte, leider auch bei Mitarbeitern." Springer nannte keine konkrete Zahl für den Jobabbau. Nun werde man erst einmal mit der Belegschaft reden, hieß es.

"Bild am Sonntag" zu "Bild"

Geplant sind Kosteneinsparungen von 50 Millionen Euro. "Personalreduktion" werde es geben "in den Verlagsstrukturen, den Redaktionen, bei Media Impact und Sales Impact". Zudem sollen die Redaktionen von "Bild" und "Bild am Sonntag" noch weiter zusammengeführt werden.

100 Millionen für Video-Strategie

Auch sollen künftig Sport-Inhalte markenübergreifend für "Welt", "Bild" und "Sport Bild" produziert werden. Zugleich sollen in den nächsten drei Jahren insgesamt mehr als 100 Millionen Euro vor allem in eine Live-Video-Strategie von "Bild" fließen.

Wegen des Umbaus, aber auch wegen schwächerer Geschäfte in bestimmten Bereichen senkt der Konzern seine Ziele für das laufende Jahr. Der Umsatz werde im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich sinken. Bisher hatte das Management nur ein Minus im niedrigen einstelligen Prozentbereich veranschlagt. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) werde zwischen 10 und 20 Prozent sinken. Bisher war von einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich die Rede.

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hatte mit dem geplanten Einstieg des US-Finanzinvestors Kohlberg Kravis Roberts (KKR) weitreichende Veränderungen für das börsennotierte Medienunternehmen angekündigt. (APA, dpa, Reuters, 30.9.2019)