Wo kann man in New York die wahnsinnigsten Weihnachtsdekorationen entdecken, die genialsten Geschenke kaufen und die extravagantesten Eislaufbahnen mit der besten heißen Schokolade der ganzen Stadt genießen? Hier kommen die Antworten:

Ice Ice Baby – die besten Eislaufplätze der Stadt

Schlange stehen am Eislaufring des Rockefeller Center, um für 40 Dollar vor dem goldenen Prometheus seine wackeligen Runden zu drehen? Kann man machen, aber wie wäre es stattdessen mit dem neuen Ring auf dem Pier 17 im Financial District? Es ist die erste und einzige Eislauffläche, die sich auf einem Dach befindet. Somit übt man hier für 14 Dollar seinen dreifachen Lutz mit bestem Blick auf die Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue. Bonustipp: Anschließend in der nahegelegenen Bar Dead Rabbit auf einen der besten Cocktails der Welt einfallen.

Eislaufen im Bryant Park.
Foto: APA/AFP/DON EMMERT

Noch eine Alternative: Wer Schlittschuhe dabeihat, schlittert im extragroßen Eisring im Bryant Park in Midtown sogar umsonst. Investieren Sie das eingesparte Kleingeld in eine der besten heißen Schokoladen der Stadt: Max Brenner's Italian Thick Hot Chocolate ist so cremig, dass der Strohhalm drin stecken bleibt. Erhältlich an einem der traditionellen Weihnachtsstände direkt am Ring.

Oh du Leuchtende – die schönsten Weihnachtslichter

Wer kennt sie nicht, die weltberühmten Schaufensterdekorationen entlang der Fifth Avenue? Von Saks bis Bergdorf Goodman – zur Adventzeit locken die großen Geschäfte entlang der Einkaufsmeile mit immer neuen Traumlandschaften.

Weihnachtsdeko-Overkill in Dyker Heights.
Foto: Getty Images/Ossiridian

Lust auf die ultimative Weihnachtsdeko? Dann unbedingt Dyker Heights in Brooklyn besuchen. Hier kommt die geballte amerikanische Dekorationskunst zur Geltung: Beim Anblick von endlosen Lichterketten, funkelnden Glitzerbögen und leuchtenden Weihnachtsmännern in Übergröße kommt selbst der mürrische New Yorker in Weihnachtsstimmung. Am einfachsten zu sehen mit einer dreieinhalbstündigen Tour, auch für Familien geeignet.

Weihnachtszeit = Erwachsenenzeit

George Balanchines "Nussknacker-Ballet" im David H. Koch Theater und die Rockettes mit ihren berühmten Tanzformationen in der Radio City Music Hall gehören zu den New Yorker Weihnachten wie die rote Nase zum Rentier Rudolph. Wer diese Shows allerdings schon gesehen hat und Lust auf ein Erlebnis der etwas anderen Art hat, der kann Tickets für Austin Cormicks neobarockes Nutcracker Rouge in Brooklyn bestellen. Aber Vorsicht: Diese Show mit halbnackten Körpern, Poledance und Burlesque-Elementen ist nicht jugendfrei und nichts für schwache Nerven. Als hätten es die Veranstalter geahnt: Zur Beruhigung lässt sich von Champagner bis Negroni alles an den Sitzplatz ordern. Wer es lieber etwas authentisch weihnachtlicher und zu Hause erzählbarer (vertretbarer?) mag, der findet im nördlich vom Central Park gelegenen Harlem eine wunderschöne klassische Christmas-Show: Im berühmten Apollo-Theater spielt zur Adventszeit die Holiday Joy Show, eine herzergreifende Gospel-Vorstellung der Extraklasse.

Die coolste Art, sich aufzuwärmen

Wenn die Zähne klappern und das Gemüt sich nach einem heißen Cocktail sehnt, gibt es in der Winterzeit nichts Schöneres als einen warmen Drink mit Aussicht. Von November bis Mai stehen auf Manhattans größter Dachterrasse 230 Fifth neuerdings transparente, beheizte Iglus mit Barservice. So kann man auch bei klirrender Kälte die astreine Aussicht auf das Empire State Building genießen und den New Yorker Tag bei einem starken Jagertee Revue passieren lassen.

Heiße Schokolade zum Aufwärmen.
Foto: Getty Images/iStockphoto

Weitere solche heißen Hütten findet man am Rockefeller-Eislaufring (hier allerdings eine Version aus Glas, die ab 75 Dollar zu mieten ist), auf dem Dach des Arlo-Nomad-Hotel in Midtown und auf dem Times Square in der Bar 54.

Und wo wir gerade bei runden Zelten zum Aufwärmen sind: Im Garten des Standard Hotel im East Village gibt es traditionelle Jurten, Rundzelte, die zwar nicht durchsichtig, dafür aber mollig warm sind und mit heißem Fondue und warmem Apfelwein zum Dahinschmelzen, Pardon, zum Auftauen und Verweilen einladen.

Geschenkekauf mit Kindern erledigen

Klar, man könnte im berühmten Kaufhaus Macy's die alten hölzernen Rolltreppen bis zum achten Stock hinaufschweben, um dort die atemberaubende Auswahl an Christbaumschmuck und Geschenken in Santa's Land zu bestaunen. Der Trip ins Obergeschoß lohnt allenfalls, allerdings lieber nicht am Wochenende, sondern frühmorgens oder eine Stunde vor Schließung (22 Uhr).

Shoppen bei Macy's.
Foto: Getty Images/Lya_Cattel

Wer eine Alternative zu Macy's sucht, der kann (besonders mit Kindern) zum neuen CAMP-Geschäft im Flatiron District pilgern. In dem magisch gestalteten Geschäft darf der Nachwuchs hinter versteckten Türen tanzen, basteln und spielen. Getreu dem Motto: Normales Einkaufen ist fad, Erlebniseinkauf inklusive Instagram-Potenzials ist in. Wer sich am Rockefeller Center nach Besichtigung des berühmten Weihnachtsbaumes aufwärmen möchte, kann dies im größten Spielzeugladen der Stadt tun: Der nach langer Auszeit wiedereröffnete FAO Schwarz bietet Kindern wissenschaftliche Experimente, magische Zaubertricks und ein riesiges Klavier, an dem auch Erwachsene mithilfe ihrer Füße die riesigen Tasten bedienen können. Ein Spaß für Groß und Klein. (Katharina Kotrba, 13.10.2019)