Eine Frau geht an den Trümmern vorbei, die nach einem Bombenanschlag in der Hauptstadt Mogadischu auf ein Auto auf der Straße liegen.

Foto: AP/Farah Abdi Warsameh

Mogadischu – Menschenrechtler werfen dem US-Militär vor, bei einem Luftangriff in Somalia drei Zivilisten getötet zu haben. Die Ermittlungen von Amnesty International hätten ergeben, dass es sich bei den drei im März getöteten Männern um Bauern gehandelt habe und dass es "keine Beweise für Verbindungen" zur Terrorgruppe Al-Shabaab gebe, wie die Organisation am Dienstag mitteilte.

Die US-Streitkräfte unterstützen die Regierung in Somalia im Kampf gegen Al-Shabaab. Die sunnitischen Fundamentalisten haben Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida und kontrollieren große Gebiete im Süden und Zentrum des Landes am Horn von Afrika. Immer wieder verüben sie Anschläge gegen Sicherheitskräfte und Zivilisten.

Das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte (Africom) hatte im März von dem besagten Luftangriff berichtet und erklärt, es seien drei "Terroristen" getötet worden. Man sei sich "angemessen sicher", dass die drei Männer Al-Shabaab aktiv unterstützt hätten, sagte Africom-Sprecher John Manley.

Amnesty wirft dem US-Militär auch vor, Hinweise von einer Journalistin und von Amnesty zu dem eigentlichen Hintergrund der drei getöteten Männer nicht nachgegangen zu sein. Manley sagte, alle Anschuldigungen gegen Africom würden "gründlich untersucht". (APA, dpa, 1.10.2019)