Eingang in ein Krankenhaus (Symbolbild).

Foto: REUTERS/Al Drago

Cyberangriffe gehören mittlerweile zum Alltag. Dabei schrecken die Kriminellen anscheinend vor nichts zurück. So gaben Aam Dienstag zehn Krankenhäuser bekannt, Opfer von Ransomware geworden zu sein. Drei davon befinden sich in den USA, sieben in Australien, wie "Arstechnica" berichtet.

Notfallprotokoll

Ransomware ist auch als Erpressungssoftware bekannt. Diese verschlüsselt auf dem Zielcomputer die Daten, sodass der Nutzer nicht mehr darauf zugreifen kann. Gegen Lösegeld versprechen die Angreifer, die Daten wieder freizugeben. In einer sensiblen Einrichtung wie einem Spital ist das natürlich besonders brenzlig.

Die drei betroffenen Krankenhäuser im US-Bundesstaat Alabama haben deshalb nur noch Patienten in kritischem Zustand aufgenommen. Sobald sie in stabilem Zustand waren, bestand die Möglichkeit, sie in andere Spitäler zu verlegen. Rettungsfahrzeuge wurden generell gleich angewiesen, in die umliegenden Krankenhäuser auszuweichen. Man halte sich in solchen Fällen an das Notfallprotokoll.

Kein Zusammenhang vermutet

Über die Höhe der Lösegeldforderung war zunächst nichts bekannt, auch nicht bei den sieben gehackten Einrichtungen in Australien. Diese haben die infizierten Bereiche nun vom System isoliert, um weiteren Schaden abzuwenden. Das Personal arbeite nun handschriftlich.

Stand jetzt soll kein Zusammenhang zwischen den Attacken in beiden Ländern bestehen. (red, 2.10.2019)