Nordkoreanische Fischer kommen immer wieder mit anderen Nationen in Konflikt.

Foto: Japan Coast Guard via AP

Moskau/Pjöngjang – Die russische Küstenwache hat am Mittwoch auf ein Fischerboot aus Nordkorea geschossen. Dabei wurden nach Angaben des für die Grenzsicherung zuständigen Inlandsgeheimdiensts FSB fünf Fischer verletzt. Der nordkoreanische Kutter sei vor der russischen Ostküste in russische Gewässer eingedrungen und habe dort illegal Fisch gefangen, hieß es zur Begründung.

Die Bootsinsassen reagierten den Angaben zufolge nicht auf Anweisungen der Grenzschützer. Daraufhin hätten die Grenzschützer auf das Boot geschossen, um dieses zu stoppen. Der Fischkutter sei beschlagnahmt worden.

Hunderte Fischer verhaftet

In den vergangenen Wochen hatten die russischen Behörden bereits hunderte nordkoreanische Fischer im Japanischen Meer festgenommen. Bei einer Festnahme im September war es zu einem Schusswechsel gekommen, bei dem ein Nordkoreaner getötet und mehrere Mitglieder der russischen Küstenwache verletzt wurden.

Im Japanischen Meer, an dem neben Russland und Nordkorea auch Japan und Südkorea liegen, gibt es immer wieder Streit um Fischereirechte. Nach Angaben von Experten drängt Pjöngjang seine Fischer dazu, in der Hoffnung auf größeren Fang immer weiter auf das Meer hinauszufahren. (APA. 2.10.2019)