Ein Blick auf das Surface Neo Tablet.

Foto: AP Photo/Mark Lennihan

Wie Windows weiter entwickelt wird, bleibt spannend. Erst Anfang Oktober wurde darüber berichtet, dass das Betriebssystem für Microsoft nicht mehr so wichtig sei. Und doch hat das Tech-Unternehmen kurz davor Windows 10x präsentiert. Dieses soll aber ab Herbst 2020 ausschließlich Geräten mit Doppel-Bildschirm und eingebauten Intel-Prozessoren zur Verfügung stehen, berichtet "The Verge". Als Beispiel wird das frisch vorgestellte Surface Neo-Tablet genannt. Es soll auch auf ähnlichen, von Intel angetriebenen Geräten der Marken Asus, Dell, HP und Lenovo erscheinen.

Das Einsatzgebiet von Windows 10x ist also stark beschränkt. Wer bisher Windows 10 auf dem Computer installiert hatte, wird dieses nicht upgraden können. Aber auch auf dem Launch Event neu präsentierte Geräte verzichten darauf: Das Smartphone Surface Duo verwendet stattdessen eine von Microsoft angepasste Variante von Android. Auch das Surface Pro X Tablet setzt nicht darauf.

Frage der Flexibilität

Für die Tech-Experten ist dies durchaus verständlich, weil es einfach der aktuellen Entwicklung in dieser Sparte Rechnung trägt. Daher sei Windows 10x auch nicht unbedingt als eigenständiges, neues Betriebssystem zu verstehen, sondern eher als als spezialisierte Variante.

Microsoft arbeitet unter den Namen "Windows Core OS" bereits seit längerer Zeit an einer neuen Basis für sein mittlerweile mehr als 30 Jahre altes Betriebssystem. Aus diesem modularen Ansatz soll das System modernisiert werden. Gleichzeitig sollen daraus auch die verschiedensten Varianten für die verschiedensten Geräte gewonnen werden. Windows 10x sei eine davon. "Oasis" ist die Version für Virtual Reality.

Denn Windows müsse angesichts der neuesten Trends noch flexibler und responsiver, also anpassbarer, sein. (red, 7.10.2019)