Vor zwei Jahren begannen die Untersuchungen gegen den Möbelriesen.

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Brüssel/Stockholm/Leiden – Die EU-Kommission steht Insidern zufolge vor dem Abschluss ihrer Steuerermittlungen gegen den schwedischen Mutterkonzern der Ikea-Möbelhäuser. Ikea drohe im Zusammenhang mit fragwürdigen Steuerpraktiken in den Niederlanden eine Nachzahlung von Millionen Euro, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Die EU-Kommission wollte die Informationen nicht kommentieren. Die EU-Wettbewerbsbehörde hatte die Untersuchung vor zwei Jahren eingeleitet. Ikea-Filialen müssen Franchise-Gebühren an eine Gesellschaft in den Niederlanden abführen, Gelder werden nach Erkenntnissen der EU-Behörde nach Luxemburg weitergeleitet, wo sie nicht versteuert werden müssen. Ikea verschaffe sich so einen unfairen Wettbewerbsvorteil.

Ikea: Haben richtigen Betrag bezahlt

In einer Reaktion schrieb Inter Ikea, das Franchise-Unternehmen, an Reuters: "Wie jedes der Unternehmen, das unter der Marke Ikea tätig ist, ist Inter Ikea Systems B.V. gesetzlich verpflichtet, Steuern zu zahlen – wo auch immer wir operieren. Wir glauben, dass wir auch in diesem Fall den korrekten Betrag bezahlt haben." (APA, red, 7.10.2019)