Die Bombe explodierte neben einem Bus, in dem Soldaten saßen.

Foto: Reuters/ PARWIZ

Kabul – Bei einem Anschlag in der afghanischen Stadt Jalalabad sind am Montag mindestens zehn Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Mindestens 27 Menschen seien verletzt worden, berichtete der Sprecher des Gouverneurs der Provinz Nangarhar, Attaullah Chogiani. Die Bombe explodierte neben einem Bus, in dem Soldaten saßen. Es gebe mehrere Schwerverletzte.

Zu dem Anschlag hatte sich zunächst niemand bekannt. Sowohl die islamistisch-militanten Taliban, als auch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) sind in der ostafghanischen Provinz aktiv.

18.Jahrestag der US-Intervention

Der diesjährige 7. Oktober ist der 18. Jahrestag der US-geführten Intervention in Afghanistan. 2001 hatten die USA ihren Militäreinsatz gegen die Taliban begonnen. Sie reagierten damit auf die Anschläge vom 11. September auf die Zwillingstürme in New York und das US-Verteidigungsministerium in Washington.

Nach Angaben der UNO-Mission in Afghanistan (UNAMA) sind zwischen dem 1. Jänner und dem 30. Juni dieses Jahres insgesamt 1366 Zivilisten getötet und 2446 weitere in Afghanistan verletzt worden. Die Kinderschutzorganisation Save the Children hatte am Montag mitgeteilt, dass jedes einzelne Kind in dem Land in den vergangenen 18 Jahren vom Krieg und den Konflikten betroffen gewesen sei.

Anfang September hatte US-Präsident Donald Trump Verhandlungen der USA mit den Taliban nach einem Anschlag in Afghanistan ausgesetzt. (APA, 7.10.2019)