Am 10. Oktober machen jedes Jahr verschiedene Organisationen auf die psychische Gesundheit von Erwachsenen, älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen aufmerksam, um der Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken. Laut einer OECD-Untersuchung aus dem Jahr 2016 leiden mehr als 17 Prozent der Österreicher an psychischen Krankheiten.

Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über Ihre Probleme?
Foto: MStudioImages Getty Images

Langsame Enttabuisierung

Darüber offen zu sprechen und den ersten Schritt in Richtung therapeutische Behandlung zu machen fällt vielen nicht leicht. Doch trotz des überwiegend tabuisierten Diskurses über psychische Erkrankungen hat sich in den vergangenen Jahren auch einiges verändert. Medial wird immer wieder schwerpunktmäßig darüber berichtet, Personen des öffentlichen Lebens äußern sich über ihre psychischen Probleme und erzeugen somit Aufmerksamkeit. Und auch soziale Medien werden als Plattformen des Austauschs genutzt. Twitter-Userin "Mel" schreibt öffentlich über ihre Angststörung:

Auf Instagram gibt es zahlreiche Accounts, die Einblick in das Leben von psychisch kranken Menschen geben, die sich gegenseitig helfen, Mut zusprechen oder einfach nur auf ihre Krankheit aufmerksam machen wollen:

Ganz abgesehen vom Austausch in sozialen Medien, der dazu beiträgt, das Thema stückweise zu enttabuisieren, ist es für Betroffene klarerweise wichtig zu wissen, dass sie sich professionelle Hilfe holen können. User "Max Powder" berichtet von seinen Erfahrungen mit Psychotherapie und geht auf den Aspekt der Tabuisierung ein:

Sprechen Sie über Ihr seelisches Wohlbefinden?

Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über Ihre Probleme? Oder haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie gemacht? Was würde Ihrer Meinung zu einem offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen beitragen? (mawa, 10.10.2019)