Der Kauf des Produktes garantiert eine gleichwertige Spende an Menschen in Not.

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Die Idee ist denkbar einfach: Für jeden Schluck Mineralwasser, den ich trinke, bekommt jemand anderer auch ein sauberes Glas Wasser; für jeden Snack, den ich kaufe, bekommt jemand eine Mahlzeit. Der gebürtige Wiener und Sozialunternehmer Sebastian Stricker hat mit dieser Idee bereits Erfolg in Deutschland. Nun will er seine Konsumgütermarke Share auch in Österreich etablieren.

In Kooperation mit der Rewe-Gruppe und DM werden Seifen, Mineralwasser oder Schokolade verkauft. Der Kauf des Produkts garantiert eine gleichwertige Spende an Menschen in Not. "Jeder Snack, zum Beispiel ein Bio-Nussriegel, garantiert eine Mahlzeit", erklärt Stricker das "Eins zu eins"-Prinzip der Spenden. In Österreich passiert das über die Zusammenarbeit mit der Caritas. Für jede Flasche Mineralwasser, die man in Österreich kauft, wird ein Tag Versorgung mit Trinkwasser durch Brunnenbauprojekte in Ländern wie Liberia oder Kambodscha ermöglicht. Die Wasserprojekte oder das Bereitstellen von Schulmahlzeiten wird über Hilfsprojekte der Vereinten Nationen abgewickelt.

Für jede Flasche Mineralwasser, die man in Österreich kauft, wird ein Tag Versorgung mit Trinkwasser durch Brunnenbauprojekte bereitgestellt.
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Nachvollziehbar

Die Share-Produkte werden nachhaltig, unter fairen Bedingungen hergestellt und "können preislich mit der Konkurrenz mithalten", sagt Stricker. Jedes Produkt hat einen individuellen Code, mit dem man nachvollziehen kann, wo mein "Plus eins"-Produkt landet. Man kann bereits im Supermarktregal herausfinden, ob der Riegel oder die Seife, die ich kaufen will, jemandem in Österreich zugute kommt oder ob ich damit jemanden über das Welternährungsprogramm der UN unterstütze.

Die Kontrolle, ob die Hilfe richtig ankommt und ob sie den erwünschten Effekt hat, ist auch Teil der Share-Projekte und mit eingepreist.

Sebastian Stricker (Mitte) will mit Share eine "soziale Alternative" für jedes Produkt anbieten.
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Derzeit hat das Sozialunternehmen 18 Produkte wie Studentenfutter, Handseife, Zahnbürsten oder Schokolade im Angebot. Das Ziel sei, in Super- und Drogeriemärkten für jedes Produkt eine "soziale Alternative" anzubieten. "Wir wollen Produkte, die die Welt zumindest nicht schlechter machen, sondern besser", sagt Stricker. Der Käufer von Share-Produkten soll wissen, dass sein Produkt eine positive soziale Bilanz hat. Die große Vision, sagt Sebastian Stricker, sei, das für alle "Produkte und Services im Leben" möglich zu machen. (os, 16.10.2019)