Die Diskussion über eine Beteiligung des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei am deutschen 5G-Mobilfunknetz hält Deutschland auf Trab.

Foto: REUTERS/Hannibal Hanschke/File Photo

In der Diskussion über eine Beteiligung des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei am deutschen 5G-Mobilfunknetz treibt die Bundesnetzagentur die Überarbeitung der Sicherheitsschriften weiter voran.

Der Entwurf eines neuen Sicherheitskatalogs für Telekommunikations- und Datenverarbeitungssysteme sehe vor, dass kritische Komponenten zertifiziert werden müssten, teilte die Behörde am Dienstag mit. Neben weiteren Kriterien müsse auch die Vertrauenswürdigkeit von Herstellern und Lieferanten nachgewiesen werden. Hersteller, Verbände und Betreiber könnten nun bis zum 13. November zu dem Entwurf Stellung nehmen. Die Bundesnetzagentur konkretisierte damit ihre Vorstellungen, die sie bereits in den vergangenen Monaten geäußert hatte.

Dementi

Die Bundesregierung hatte am Vortag einen Medienbericht dementiert, nach dem eine Entscheidung über eine Beteiligung des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei am deutschen 5G-Mobilfunknetz gefallen sei. Zwar werde die Regierung in Kürze einen Sicherheitskatalog verabschieden, in dem Kriterien für die Beteiligung von Firmen an dem 5G-Netz festgelegt werden. Aber in keinem Entwurf zu dem Katalog sei eine Ausschlussklausel enthalten gewesen. Huawei müsse nun wie seine Konkurrenten nachweisen, dass es die Sicherheitskriterien erfülle. (Reuters, 15.10.2019)