Online-Shopping boomt. Die EU will nun eine doppelte Authentifizierung verpflichten.

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Wer Online Produkte kauft, sollte seit September die Zahlung auf zwei Kanälen freigeben. Die Händler hatten aber Probleme, die dafür nötigen technischen Umstellungen rechtzeitig umzusetzen. Und auch die Konsumenten stellten sich nur unwillig auf die sichereren aber umständlicheren Methoden um. Nun empfahl die Europäische Bankenaufsicht einen Aufschub bis Ende 2020, teilte der Handelsverband mit.

Keine Frist

Davor hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) bereits grundsätzlich einen Aufschub für die Einführung der doppelten Sicherheit bei Online-Einkäufen gewährt, aber noch keine Frist genannt. Der Handelsverband freut sich nun, dass Web-Shops 15 Monate mehr Zeit haben, sich umzustellen.

Keine Änderung bei Einkauf mit Karte

In Online-Banking gilt hingegen seit Mitte Dezember bereits die Pflicht zur sogenannte "Zwei-Faktor-Authentifizierung". Beim Einkauf mit Karten im Geschäft ändert sich hingegen nichts. Auslöser für die Veränderungen ist die Zahlungsdienstleiste-Richtlinie der EU (Payment Services Directive/PSD2). (APA, 17.10.2019)