Foto: AP/Egyptian Ministry of Antiquities

Eine Entdeckung, wie man sie selbst in einem an archäologischen Funden so reichen Land wie Ägypten nicht alle Tage macht, hat nun das dortige Ministerium für Altertümer gemeldet: In einem Grab nahe dem heutigen Luxor in Oberägypten stießen Archäologen auf über 20 versiegelte Holzsarkophage in bestem Erhaltungszustand. Der Fund wird schon jetzt als einer der bedeutendsten der vergangenen Jahre gewertet.

Foto: AP/Egyptian Ministry of Antiquities

Der Minister für Altertümer, Chaled al-Enani, inspizierte persönlich den Fund. Die bunt bemalten und mit Hieroglyphen versehenen Sarkophage waren in zwei Schichten übereinander gestapelt und seien noch immer so, "wie sie die alten Ägypter zurückgelassen haben". Wie alt die Sarkophage sind, wurde noch nicht bekanntgegeben – das soll am Samstag im Rahmen einer großangelegten Pressekonferenz nachgeholt werden.

Foto: AP/Egyptian Ministry of Antiquities

Wo sich heute Luxor befindet, stand in der Antike die Metropole Theben. Zum westlichen Teil Thebens, also am linken Ufer des Nils gelegen, gehören so berühmte Ausgrabungsstätten wie das Tal der Könige oder das Tal der Königinnen. Auch die Nekropole al-Asasif, in der nun die Sarkophage entdeckt wurden, befindet sich dort.

Foto: AP/Egyptian Ministry of Antiquities

In dieser Totenstadt wurden in erster Linie Beamte bestattet – eine Tradition, die offenbar lange gepflegt wurde: Die bisher freigelegten Grabanlagen reichen von der ägyptischen Spätzeit (etwa ab dem 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung) bis ins späte Mittlere Reich (im 2. Jahrtausend v. u. Z.) zurück. (red, 17. 10. 2019)