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Die neuen Chefs von Europas größtem Softwarehersteller SAP wollen den Konzern weiter auf mehr Effizienz ausrichten. Das Management um Jennifer Morgan und Christian Klein sehe andauernde operative Effizienzgewinne, teilte das Unternehmen am Montag in mit. "Nach dem starken und guten dritten Quartal ist uns vor allem Kontinuität wichtig", sagte Co-Chef Klein in einer Telefonkonferenz.

Ex-Chef Bill McDermott war vor gut einer Woche überraschend zurückgetreten, woraufhin die Cloud-Chefin Morgan und der Produktvorstand Klein das Ruder übernahmen.

Eine neue Vertriebsvereinbarung mit Microsoft gibt dem stark wachsenden Cloud-Geschäft von SAP einen zusätzlichen Schub. Die vereinbarte Partnerschaft habe im dritten Quartal 18 Prozentpunkte zum Anstieg des Neugeschäfts von insgesamt 39 Prozent auf 572 Mio. Euro beigetragen, teilte SAP mit. Der Vertrag hat demnach eine Laufzeit von drei Jahren, Erlöse fließen ab dem vierten Quartal. SAP könne damit seine Cloud-Lösungen über die Vertriebskanäle von Microsoft verkaufen, erklärte die neue Co-Chefin Jennifer Morgan.

Zahlen

Die bereits bekannten vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal bestätigte SAP. Umsatz und Gewinn waren unerwartet kräftig gestiegen. Den Erlös steigerte der Konzern im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro, unter dem Strich blieben mit 1,26 Mrd. Euro 30 Prozent mehr Gewinn übrig.

"Unser besonderer Fokus liegt nun auf dem vierten Quartal, dass das wichtigste in unserer Branche ist", sagte Morgan, die die erste Frau an der Spitze eines DAX-Konzerns ist. Auf einem Kapitalmarkttag am 12. November will das neue Führungsduo nach Worten von Klein auch genauer darüber informieren, wie es das Unternehmen künftig führen will.

Dazu werde man auch den Rat von McDermott berücksichtigen. Auf der Veranstaltung will SAP auch mehr über mögliche Aktienrückkäufe sagen, hieß es von Finanzchef Luka Mucic. (APA, 21.10.2019)