DER STANDARD

In Chile herrscht derzeit Ausnahmezustand, in vielen Städten protestieren die Menschen gegen die Regierung, Präsident Sebastián Piñera verhängte Ausgangssperren. Viele Chilenen, die im Ausland leben, zeigen sich solidarisch mit den Demonstranten. In Wien fand sich am Montagnachmittag eine Gruppe vor der chilenischen Botschaft mit Plakaten und Spruchbändern ein. Unter anderem forderten sie den Rücktritt von Piñera. Organisatorin Rayen Cornejo wirft ihm Menschenrechtsverletzungen vor und macht die Regierung verantwortlich für die in den Ausschreitungen gestorbenen Chilenen. Cornejo fordert weiterhin eine schnelle Lösung des Konflikts. Weltweit fanden gestern solidarische Demonstrationen statt wie beispielsweise in Berlin, Paris, Barcelona, São Paulo und Toronto. (Andreas Müller, 22.10.2019)