Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat ihren Sitz in Wien.

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Wien – Im Rennen um den Chefposten bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sind noch zwei Top-Diplomaten aus Rumänien und Argentinien. Der rumänische IAEA-Interimschef Cornel Feruta bekam bei einer geheimen Abstimmung am Montag 17 Stimmen der 35 Mitglieder des IAEA-Gouverneursrats. Der Argentinier Rafael Grossi habe 16 Stimmen erhalten, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

Zwei Länder enthielten sich. Für eine Bestellung zum IAEA-Chef ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. In nächster Zeit wird eine erneute Abstimmung erwartet.

Nachfolger von verstorbenem Yukiya Amano

Am Montag war Lassina Zerbo, Chef der Atomteststopp-Behörde, wegen zu geringer Unterstützung aus dem Rennen gefallen. Die IAEA muss nach dem Tod von Yukiya Amano einen Nachfolger für den Chefposten suchen. Die Behörde kontrolliert weltweit die zivilen Atomprogramme. Sie steht durch die Überwachung des Atom-Deals mit dem Iran seit 2016 besonders im Rampenlicht. (APA, 21.10.2019)