Marco Rose ist mit Gladbach in Rom gefordert.

Foto: AP Photo/Martin Meissner

Rom – Borussia Mönchengladbach steht nach dem Fehlstart in der Fußball-Europa-League-Gruppe J schon stark unter Druck. Ausgerechnet bei Pool-Favorit AS Roma soll nun am Donnerstag (18.55 Uhr) mit ÖFB-Teamspieler Stefan Lainer im dritten Spiel die Trendwende eingeleitet werden. "Wir müssen in Rom unbedingt punkten, sonst kann schon alles vorbei sein", sagte Gladbachs Abwehrspieler Tony Jantschke.

Der deutsche Bundesligist punktete nach dem Heim-0:4 zum Auftakt gegen den WAC zuletzt beim 1:1 bei Basaksehir Istanbul. Der WAC und die Roma sind der Truppe von Chefcoach Marco Rose drei Punkte enteilt. Die Kärntner trotzten dem dreifachen italienischen Meister zuletzt ein 1:1 ab und dienen damit gewissermaßen auch als Vorbild für Gladbach. Ein Punkt in Rom könnte der Rose-Truppe vor allem dann weiterhelfen, wenn 14 Tage später im "Rückspiel" ein voller Erfolg gelingen sollte.

Verletzungssorgen

Schon Teil eins der Aufgabe ist enorm schwierig, auch da mit Alassane Plea, der bisher mit vier Treffern und fünf Assists effektivste Angreifer im Team wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausfällt. Doch auch die Italiener können aufgrund der Ausfälle von Henrich Mchitarjan, Nikola Kalinic, Bryan Cristante oder Lorenzo Pellegrini nicht aus dem Vollen schöpfen.

Selbstvertrauen tanken konnten beide Teams bei ihren Generalproben nicht. Gladbach blieb trotz einer unglücklichen 0:1-Niederlage im Borussia-Duell in Dortmund an der Liga-Tabellenspitze, die Römer sind nach einem mageren 0:0 bei Schlusslicht Sampdoria Genua nur Serie-A-Sechster.

Punktemäßig genauso gut wie Gladbach steht in Deutschland nur der VfL Wolfsburg da. Das Team von Trainer Oliver Glasner ist in der Gruppe I mit vier Punkten genauso wie Gent auf Aufstiegskurs. Die beiden Teams matchen sich nun in Belgien um die Spitzenposition. Die Wolfsburger wollen ohne den verletzten Xaver Schlager und mit Pavao Pervan im Tor auch ihr zwölftes Pflichtspiel unter Glasner ungeschlagen überstehen. "Wir können einen großen Schritt in Richtung unseres Zieles machen, in Europa zu überwintern", sagte Sportdirektor Marcel Schäfer. Die Belgier sind daheim aber eine Macht, haben in der neuen Ghelamco Arena mit elf Heimsiegen in Serie einen Rekord aufgestellt.

Hütters Marschroute

Ebenfalls mit einem belgischen Team bekommt es Eintracht Frankfurt zu tun. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter kämpft zu Hause gegen das punktgleiche Standard Lüttich um die Nummer-Zwei-Position in der Gruppe F hinter Arsenal. Um erfolgreich zu sein, müssen Martin Hinteregger und Co. Negativstatistiken beenden. Gegen belgische Teams gab es im Europacup in vier Anläufen (2 Unentschieden, 2 Niederlagen) noch keinen Sieg, zudem konnte auch noch kein Tor erzielt werden.

"Wir wollen mit einem Sieg vorlegen und uns eine perfekte Ausgangsposition schaffen", gab Hütter die Marschroute vor. Die anstehenden beiden Duelle bezeichnete der Vorarlberger als "absolute Schlüsselspiele" im Kampf um den Einzug ins Sechzehntelfinale. (APA, 23.10.2019)