US-Vizepräsident Pence kritisiert die NBA wegen ihrer China-Politik.

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Washington – US-Vizepräsident Mike Pence hat die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA für ihr Einknicken gegenüber China als "Tochterunternehmen dieses autoritären Regimes" bezeichnet. Die Spieler und Manager der NBA scheuten sich nie, Amerika zu kritisieren, aber aus Angst vor der kommunistischen Partei in Peking knickten sie ein, kritisierte Pence am Donnerstag.

Die NBA helfe China dabei, die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken, sagte Pence in einer Rede zur China-Politik. Die USA stünden weiter solidarisch zu den regierungskritischen und friedlichen Protesten in Hongkong, sagte Pence. Der Vizepräsident kritisierte auch den US-Sportartikelhersteller Nike, der infolge der chinesischen Proteste Merchandising-Artikel des Basketballteams Houston Rockets in China aus dem Sortiment genommen habe.

Rückzieher

Der chinesische Basketballverband hatte nach unterstützenden Äußerungen von Rockets-Manager Daryl Morey für die Protestbewegung in Hongkong die Zusammenarbeit mit dem NBA-Team aufgekündigt. Zudem will der chinesische Staatssender CCTV die in China geplanten Vorsaison-Spiele der besten Basketball-Liga der Welt nicht zeigen. Zahlreiche NBA-Vertreter ruderten daraufhin öffentlich zurück, um es sich nicht langfristig mit China – einem lukrativen Markt – zu verderben. (APA/dpa, 24.10.2019)