Zlatan Ibrahimovic kniet in dieser Szene im Match gegen Stadtrivalen Los Angeles FC zwar, fühlt sich im Leben aber größer als die Major League Soccer.

Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/Harry How

Nach seinem womöglich letzten Spiel in den USA wollte Zlatan Ibrahimovic noch einmal deutlich machen, wer aus seiner Sicht der Größte ist. "Stellt euch vor, ich wäre nicht mehr hier. Wenn ich bleibe, ist es gut für die MLS, weil die ganze Welt zuschaut", sagte der schwedische Stürmerstar nach dem Play-off-Aus mit Los Angeles Galaxy.

Für sich selbst ein großes Lob, für die nordamerikanische Profiliga blieb allerdings nur Spott: "Wenn ich nicht bleibe, dann wird sich niemand daran erinnern, was die MLS überhaupt ist." Beim Gang vom Spielfeld fasste sich Ibrahimovic dann noch einmal provokant in Richtung der Fans in den Intimbereich.

Gerade erst hatte der 38-Jährige, dessen Vertrag am Jahresende ausläuft, durch die 3:5-Niederlage gegen den Stadtrivalen Los Angeles FC das Halbfinale verpasst, da lederte der extravagante Angreifer wieder los. "Ich will nicht respektlos sein, aber das hier ist wie Training für mich. Das Stadion ist zu klein für mich. Ich bin es gewohnt, vor 80.000 zu spielen", sagte Ibrahimovic: "Das hier ist wie ein Spaziergang im Park."

Interesse von Neapel, Inter, Man United

Trotz eines eigenen Treffers musste Ibrahimovic mit Los Angeles Galaxy nun aber die Segel streichen. Bei der Niederlage wurde er von den FC-Stürmern Carlos Vela und Adama Diomande in den Schatten gestellt. Beide trafen doppelt und können sich nun gegen die Seattle Sounders beweisen – und bekamen anschließend von Ibrahimovic ihr Fett weg. "Ich habe den LAFC berühmt gemacht. Ich habe sogar Vela berühmt gemacht. Sie sollten glücklich sein", sagte er.

Nach zwei Spielzeiten mit 53 Treffern in 58 Partien ist für Ibrahimovic nun wohl Schluss in den USA. Laut Medienberichten ist eine Rückkehr nach Europa möglich, der SSC Neapel mit dem ehemaligen Bayern-Coach Carlo Ancelotti soll interessiert sein. Aber auch seine Ex-Klubs Inter Mailand, AC Mailand und Manchester United sollen an einer kurzfristigen Beschäftigung Interesse haben. (sid, 25.10.2019)