Das Unplugged-Konzert von Nirvana ging als legendäre Show in die Musikgeschichte ein.

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Das Auktionshaus Julien's Auctions hatte die Strickjacke mit 200.000 bis 300.000 Dollar bewertet.

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Kurt Cobains Fender-Mustang-Gitarre für Linkshänder – gitarrentechnisch ein grundsätzlich wertloses Exemplar.

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New York – Die wohl berühmteste Strickjacke der Welt ist am Samstag in New York für 334.000 Dollar (301.000 Euro) versteigert worden. Sie ist weder besonders ausgefallen noch ein modischer Coup eines Designers, sie erlangte ihren Kultstatus durch die verstorbene Grunge-Ikone Kurt Cobain (1967–1994). Er trug die olivgrüne Weste im November 1993 beim Unplugged-Konzert von Nirvana in New York. Ausgestrahlt wurde es allerdings erst 1994.

Die Jacke, die mehrere Flecken und ein Zigaretten-Brandloch hat, soll danach nie gewaschen worden sein. Der Schätzwert von 200.000 bis 300.000 Dollar wurde im Auktionshaus Julien's Auctions damit klar übertroffen.

Vorbesitzer zahlte 137.500 Dollar

Der bisherige Besitzer Garrett Kletjian hatte die Jacke 2015 ersteigert und 137.500 Dollar dafür gezahlt. Der Chef von Julien's Auctions, Darren Julien, sagte vor der Versteigerung der Nachrichtenagentur AFP, die Jacke sei das wichtigste Kleidungsstück, das Cobain jemals getragen habe, und damit so etwas wie der "Heilige Gral" seiner Garderobe.

Cobain hatte sich im April 1994 – weniger als sechs Monate nach dem legendären "Unplugged"-Konzert – im Alter von 27 Jahren das Leben genommen. Mit seiner Musik und seinem Stil beeinflusste er eine ganze Generation. Bei der Auktion in New York wurde auch die Fender-Mustang-Gitarre für Linkshänder versteigert, die Cobain bei der Nirvana-Tournee "In Utero" gespielt hatte. Das Instrument wechselte für 340.000 Dollar den Besitzer. (APA, 27.10.2019)