Das Rettungsschiff Open Arms mit geretteten Migranten hier vor Lampedusa im August 2019.

Foto: Reuters / Guglielmo Mangiapane

Valetta – Das Rettungsschiff Open Arms, das am Samstagabend 45 Migranten 30 Seemeilen südlich von Lampedusa gerettet hat, darf in Malta ankern. Die maltesischen Behörden erteilten am Sonntag in La Valletta hierfür die Genehmigung, berichtete die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms, Betreiberin des Schiffes.

Hilferufe ignoriert

Die Migranten befanden sich an Bord eines Holzbootes, das in Seenot geraten war. Die Rettung erfolgte in maltesischen Gewässern. Die Hilfsorganisation kritisierte, dass sie die maltesischen Rettungskräfte alarmiert habe, diese jedoch auf die Hilferufe nicht reagiert hätten. Daraufhin habe die Crew der Open Arms beschlossen, selber die Migranten, die mehrheitlich aus Eritrea, Somalia, Bangladesch, Guinea und Sierra Leone stammen, zu retten.

Die Migranten, darunter 13 Minderjährige und zwei schwangere Frauen, wurden an Bord behandelt, berichtete Open Arms. Das Boot war von Zwara in Libyen abgefahren. (APA, 27.10.2019)