Thomas Müller kam, und die Bayern siegten.

Foto: AP/ Martin Meissner

Hoffenheim steht mit Grillitsch und Baumgartner im Achtelfinale des DFB-Pokals.

Foto: imago images/Jan Huebner

Wien/Bochum – Das Millionenensemble von Titelverteidiger Bayern München ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals nur knapp einer Blamage entgangen. Die Münchner gewannen nach einer lange Zeit desolaten Leistung am Dienstagabend noch mit 2:1 (0:1) beim abstiegsbedrohten Zweitligisten VfL Bochum. Der 1. FC Köln schied dagegen gegen den Viertligisten 1. FC Saarbrücken mit 2:3 aus.

Ein Eigentor von Alphonso Davies (36.), der statt David Alaba links in der Abwehrkette spielte, brachte die Bochumer in Führung, die bis zehn Minuten vor Schluss hielt. Dann verhinderten Serge Gnabry (83.) und der eingewechselte Thomas Müller (89.) das peinliche Aus des Rekordpokalsiegers und die erste Münchner Pokal-Niederlage in Bochum seit mehr als 51 Jahren. In einer turbulenten Schlussphase sah Bochums Verteidiger Armel Bella Kotchap noch die rote Karte (88.).

Bayern-Coach Niko Kovac gönnte neben Alaba auch Robert Lewandowski eine Pause, ließ den Polen zunächst auf der Bank und brachte ihn erst nach dem 0:1-Pausenrückstand.

Grillitsch und Baumgartner im Mittelpunkt

Florian Grillitsch ebnete 1899 Hoffenheim den Weg ins Achtelfinale. Der ÖFB-Teamspieler erzielte beim 2:0 (0:0) bei Drittligist MSV Duisburg den Führungstreffer (53.). Landsmann Christoph Baumgartner bereitete sowohl den Treffer des nach der Pause eingewechselten Grillitsch als auch das 2:0 durch Sargis Adamyan (59.) vor. Hoffenheim steht damit erstmals seit fünf Jahren in der dritten Runde und feierte nach zuletzt drei Ligaerfolgen den vierten Sieg hintereinander.

Schöpf aus der Distanz treffsicher

Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Schöpf, der Schalke bei Zweitligist Arminia Bielefeld (mit Manuel Prietl) per Weitschuss (16.) in Führung brachte. Die Schalker lagen schon souverän 3:0 in Führung, mussten aber zittern, um das 3:2 über die Zeit zu bringen. Bayer Leverkusen gewann mit Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic, die beide durchspielten, das Erstligaduell gegen Paderborn 1:0. Union Berlin entschied das zweite Bundesliga-Duell beim SC Freiburg (Philipp Lienhart ab der 79. Minute) mit 3:1 für sich.

Dem VfB Stuttgart gelang im Zweitliga-Duell gegen den HSV drei Tage nach der 2:6-Pleite in der Liga die Revanche. Die Stuttgarter siegten wieder in Hamburg 2:1 nach Verlängerung. Lukas Hinterseer spielte beim HSV durch.

Schaub stark

Der 1. FC Köln hingegen blamierte sich gegen beim Viertligisten 1. FC Saarbrücken mit einem 2:3 (0:0). Der Erstligist machte einen 0:2-Rückstand wett, kassierte aber in der 90. Minute das entscheidende Gegentor. ÖFB-Teamspieler Louis Schaub kam ab der 46. Minute für Köln zum Einsatz und zeigte eine starke Leistung. (APA, red, 29.10.2019)

DFB-Pokal, 2. Runde, Dienstag

Hamburger SV (2. Liga/Hinterseer spielte durch, Harnik Ersatz) – VfB Stuttgart (2.) 1:2 (1:1) n.V.

VfL Bochum (2.) – Bayern München (Alaba Ersatz) 1:2 (1:0)

Arminia Bielefeld (2./Prietl spielte durch) – Schalke 04 (Schöpf spielte durch, Tor zum 0:1/16., Burgstaller ab 84.) 2:3 (0:3)

Bayer Leverkusen (Baumgartlinger und Dragovic spielten durch, Özcan Ersatz) – SC Paderborn 1:0 (1:0)

Darmstadt 98 (2./Honsak spielte durch) – Karlsruher SC (2./Kobald ab 88., Grozurek und Djuricin nicht im Kader) 0:1 (0:0)

1. FC Saarbrücken (4. Liga) – 1. FC Köln (Schaub ab 46., Kainz nicht im Kader) 3:2 (0:0)

MSV Duisburg (3.) – 1899 Hoffenheim (Posch und C. Baumgartner spielten durch, Grillitsch ab 46., Tor zum 0:1/53., Zulj Ersatz) 0:2 (0:0)

SC Freiburg (Lienhart ab 79.) – Union Berlin (Trimmel Ersatz, Flecker nicht im Kader) 1:3 (1:1)