Bei LG läuft es nicht rund.

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Beim Geschäft mit Smartphones steckt der südkoreanische Elektronikhersteller LG angesichts des stark umkämpften Markts weiter in den roten Zahlen. Im dritten Quartal 2019 habe der operative Verlust in der Sparte mobile Kommunikation 161,2 Mrd. Won (124,4 Mio. Euro) betragen, teilte der einheimische Rivale des Smartphone-Weltmarktführers Samsung am Mittwoch mit.

Allerdings konnte LG damit den Verlust im Vergleich zum zweiten Quartal, als ein Minus von 313 Mrd. Won verzeichnet wurde, deutlich verringern. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem niedrigere Kosten dank der Verlagerung einer Produktionslinie von Südkorea nach Vietnam. Weitere Fertigungsstandorte sind China, Brasilien und Indien.

Schrumpfender Markt

Für den Verlust seien ein schrumpfender Smartphone-Markt sowie ein Rückgang der Verkäufe von LTE-Geräten im oberen und unteren Preissegment verantwortlich, hieß es. Hinzu kämen "Verzögerungen von 5G-Aktualisierungen im nordamerikanischen Markt". LTE (4G) ist der aktuell im entwickelten Märkten am weitesten verbreitete Mobilfunk-Standard, in den Startlöchern steht die nächste Generation der Hochgeschwindigkeitsnetze mit der Bezeichnung 5G. LG setzt hier auf das Modell V50 Thinq 5G, an das sich ein zweites Display andocken lässt.

Im Gesamtergebnis musste LG, der zweitgrößte Hersteller von TV-Geräten nach Samsung, erneut einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Überschuss ging in den Monaten Juli bis September im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 345,7 Mrd. Won zurück. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 15,7 Billionen Won. (APA